Diese beiden Jugendlichen wurden auf dem Weg zur Straßenbahn kontrolliert. Mit Erfolg: Die Beamten haben ein Messer und verbotene E-Zigaretten gefunden und beschlagnahmt. Foto: Alexander Blessing

Die Polizei hat in Freiburg am landesweiten Sicherheitstag verstärkt kontrolliert. Dabei wurden unter anderem 17 Messer beschlagnahmt.

Angesichts des regnerischen Wetters waren am Nachmittag des landesweiten Sicherheitstages nicht so viele Menschen unterwegs, wie es sich die Polizeibeamten erhofft hätten. Dennoch werden am vergangenen Mittwoch immer wieder Personen in die beiden Zelte, die die Polizei im Freiburger Eschholzpark aufgestellt hat, gebracht. Dort können die Personen kontrolliert und befragt werden. Parallel dazu sind Zivilbeamten in den Straßenbahnen unterwegs. Ziel dieser Maßnahme war die Kontrolle des seit Juli vergangenen Jahres bestehenden Messerverbots im öffentlichen Nahverkehr.

 

Kontrolle, Aufklärung und Prävention

„Wir wollen mit den Maßnahmen am Sicherheitstag Verstöße kontrollieren, aber auch Prävention und Aufklärung betreiben“, erklärt Christoph Dümmig, der kommissarische Leiter des Polizeireviers Freiburg Nord. „Viele wissen gar nichts vom Messerverbot in Bussen und Straßenbahnen“, ergänzt der Pressesprecher der Polizei Arpad Kurgyis. Dort wolle man gezielt Aufklärungsarbeit leisten. Auch solle das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt werden.

Die Polizei war im Einsatz rund um das Rathaus im Stühlinger. Foto: Alexander Blessing

Im Laufe des Tages wurden 17 Messer sichergestellt oder beschlagnahmt. „Das sind 17 potenzielle Waffen mit denen andere Menschen auf engen Raum möglicherweise schwer verletzt werden könnten.“, warnt Polizeipräsident Norbert Schneider. „Unsere Kontrollen sollen verdeutlichen, dass das Mitführen von Messern jeglicher Art in Bus und Bahn verboten ist und auch konsequent geahndet wird.“, betont der Polizeipräsident.

1650 Personen und Fahrzeuge kontrolliert

Im Zuständigkeitsbereiches des Polizeipräsidiums Freiburg waren am Sicherheitstag rund 350 Polizeibeamte im Einsatz. Diese haben etwa 1650 Personen und Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 25 Straftaten festgestellt und 55 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, knapp 30 Fahndungstreffer erzielt und sechs Personen unter anderem aufgrund ausstehender Haftbefehle festgenommen.

In einem Fall widersetzte sich ein Mann der Festnahme am Bahnhof in Bad Krozingen und verletzte dabei einen Polizeibeamten leicht. Auch die kriminalpolizeilichen Maßnahmen zeigten Erfolge. So konnten unter anderem im Zusammenhang mit Durchsuchungsmaßnahmen im erotischen Dienstleistungs- sowie in Teilen des Tabak-Gewerbes neue Ermittlungsansätze gewonnen und Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, teilt die Polizei mit.