An diesem Tag ist so ziemlich der ganze Luftsportverein Schwarzwald im Einsatz. Und nicht nur am Himmel über Fluorn-Winzeln, Schramberg und Aichhalden ist einiges geboten.
„Herzlich willkommen am schönsten Flugplatz Süddeutschlands“ – so werden die (Online-)Besucher beim Luftsportverein Schwarzwald begrüßt. Die Mitglieder sind überzeugt von den Vorzügen ihres idyllisch hinter dem „Winzler Wald“ gelegenen Flugplatzes und zeigen dies auch gerne öffentlich.
Beim „Flugplatztag 2026“ im Rahmen der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft der Junioren bekamen die zahlreichen Gäste Einblicke und Eindrücke rund um die Fliegerei und alles, was dazugehört. Das Wetter spielte – zumindest bis zum Nachmittag – hervorragend mit, auch wenn ab und zu ein kräftiger Westwind über die Anlage blies.
Ein Kraftakt
Bis zur Mittagszeit wurde es immer voller auf dem Gelände. Unter den Gästen waren auch viele Familien mit Kindern, die zum Teil mit dem Fahrrad oder mit dem E-Scooter gekommen waren. Für die Bewirtung sorgten die Mitglieder des Luftsportvereins (LSV) Schwarzwald, und auch sonst hatten die Ehrenamtlichen des insgesamt etwa 350 Mitglieder starken Vereins allerhand zu tun.
Es sei „ein Kraftakt für alle Beteiligten“, sagte LSV-Pressesprecher Volker Herbst. Ein Großteil des Vereins sei im Einsatz. Bereits am Morgen fand das sogenannte „Piloten-Briefing“ für die Teilnehmenden des Wettbewerbs statt. Hier ging es um die Aufgaben und die Wetterprognosen für diesen Tag. Letztere und die Thermik spielen eine wichtige Rolle. Alles muss gut zusammenspielen.
Beeindruckende Luftakrobatik
Nachdem die Segelflieger erfolgreich gestartet waren und auf 600 Meter Flughöhe geschleppt wurden, hieß es später, dass der Wettbewerb für diesen Tag „neutralisiert“ worden sei. Das bedeutet, es gab keine Wertung für diesen Wettbewerbstag. Mittels „Live-Tracking“ auf einem großen Bildschirm konnte man sich jederzeit über den aktuellen Stand des Wettbewerbs informieren. Außerdem gab es einen Flugsimulator, an dem sich die Besucher selbst ein Bild davon machen konnten, wie es sich im Cockpit eines Flugzeugs anfühlt. Zu den Höhepunkten des Tages gehörten die spektakulären Kunstflüge von erfahrenen Piloten.
Moderator Nicolaj Trick stellte die Piloten und deren Flugzeuge jeweils vor. Dabei machte er auch deutlich, welchen enormen körperlichen Belastungen die Piloten bei ihren Kunststücken in der Luft ausgesetzt sind. „Das ist absoluter Hochleistungssport“, lobte er die Leistungen der Kunstflieger. Da ging es einmal senkrecht in die Luft und dann genauso wieder nach unten. Auch schnelle Drehungen um die eigene Achse gehörten dazu. Die Besucher schauten gebannt in den Himmel und spendeten Applaus nach den Vorführungen. Zum Einsatz kamen auch Rauchpatronen, die an den Flügeln eines Segelflugzeugs gezündet wurden. „Zücken Sie die Fotoapparate“, forderte der Moderator die Zuschauer immer wieder auf.
Geboten wurde außerdem ein Programm für Kinder. Diese konnten unter Anleitung Mini-Flugzeuge basteln oder sich auf dem als kleiner Flugplatz angelegten Spielplatz vergnügen.
Der Wettbewerb
Die Süddeutsche Segelflugmeisterschaft der Junioren
dauert noch bis zum 7. Juni. Sie ist gleichzeitig ein Qualifikationswettbewerb zur Deutschen Segelflugmeisterschaft der Junioren. Ausrichter ist in diesem Jahr der LSV Schwarzwald. Die Piloten müssen täglich eine Aufgabe erfüllen bei der eine bestimmte Strecke abzufliegen ist. Dabei werden auch die meteorologischen Bedingungen berücksichtigt.