Ein gefährlicher Straftäter ist Anfang Mai aus dem Zentrum für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen geflohen. Seitdem fehlt jede Spur von dem 26-Jährigen.
Der Mann war aus dem psychiatrischen Krankenhaus während eines zeitlich begrenzten Ausgangs im Park auf dem Gelände des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen entkommen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Freiburg sagte. Dies sei eine Lockerungsstufe im Ermessen der Psychiatrie, die keine Zustimmung der Staatsanwaltschaft erfordere und daher von ihr auch nicht genehmigt werden müsse.
Die Polizei hat die Fahndung nach dem Straftäter eingeleitet. „Wir haben bekannte Hingebungsorte des Mannes untersucht“, erklärt Polizeisprecher Özkan Cira. Die Kriminalpolizei fahndet weiterhin mit Hochdruck nach dem Gesuchten, so Cira. Die Maßnahmen laufen weiterhin intensiv und es würden „alle zur Verfügung stehenden Mittel der Polizei ausgeschöpft“, erklärt Cira. Weitere Details zur Fahndung oder den Maßnahmen könne die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.
Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung
„Es hat auch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, denen wir sorgfältig nachgehen“, bestätigt Cira. Zum Erfolg haben bisher keine dieser Hinweise geführt. Auch eine Spur, die Anfang der Woche nach Glottertal geführt haben soll, lief ins Leere. „Wir werden aber weiterhin alle Hinweise ernst nehmen“, bestätigt Cira.
Es sei außerdem möglich, dass die intensiven Ermittlungen der Kripo zu einem Fahndungstreffer führen. Eine weitere Möglichkeit sei, dass ein entscheidender Zeugenhinweis aus der Bevölkerung komme, der dank der Öffentlichkeitsfahndung möglich ist.
International gesucht
Mittlerweile wird auch international nach dem entflohenen Straftäter gesucht. Es sei durchaus möglich, dass sich der Mann bereits ins Ausland abgesetzt habe. Dann sei eine Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden nötig.