DBA-Vorstand Uwe Birk (von links), Regus-Managerin Maira Farias und Eigentümer Daniel Rebhorn freue sich über die Eröffnung von Stadthaus 8 im Von-Richthofen-Park. Foto: Marc Eich

Im Von-Richthofen-Park ist mit einem Regus-Standort ein flexibles Arbeitsraumkonzept in einem denkmalgeschützten Gebäude umgesetzt worden. Auch das letzte Projekt wird vorangetrieben.

14 von 15 Häusern im Von-Richthofen-Park – der von der DBA Deutsche Bauwert aus Baden-Baden wie aus einem Guss realisiert wurde – sind nun offiziell eingeweiht, ein letzter Mosaikstein fehlt noch. Im Mittelpunkt stand zunächst die Eröffnung eines innovativen Arbeitsplatzmodells des weltweit agierenden Anbieters Regus. Eine weitere Etappe zur Komplettierung des Quartiers.

 

Stadthaus 8

Denkmalgeschützt, aber in einem schlechten Zustand – so gestaltete sich die Ausgangslage für den Umbau des ehemaligen Unteroffizier-Familienhauses zum Gewerbeobjekt mit modernsten Standards. Ende 2024 haben dort die Arbeiten begonnen, ein Jahr später konnte der Einzug gefeiert werden, nun die offizielle Eröffnung.

Insbesondere die Hybridbauweise – Beton- und Holzbaudecken – habe hinsichtlich der Statik zu Herausforderungen geführt, wie Projektleiter Wladimir Jakobi erklärt. Bauleiter Franz Eisele hob die Installation des Aufzugs in Kombination mit entsprechenden Brand- und Schallschutzarbeiten hervor.

Der Stuttgarter Daniel Rebhorn, der das Gebäude samt des bereits akquirierten Pächters von der DBA Deutsche Bauwert gekauft hat, zeigte sich von der Umsetzung begeistert: „Es ist schön, ein Objekt von einem desolaten Zustand zu einem so hochwertigen Niveau zu begleiten und ihm wieder Leben einzuhauchen.“

In den Büros blitzt noch an einigen Stellen hervor, dass es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Foto: Marc Eich

Dass das Haus wirklich lebendig wird, dafür sorgt nun Regus. Auf rund 790 Quadratmetern werden dort 46 Arbeitsplätze (zwischen sechs und 14 Quadratmetern groß, mit 21 Stellplätzen) unter anderem als Coworking-Plätze angeboten. Dazu gehören fünf Konferenzräume. Das Konzept des Anbieters: Die Arbeitsplätze können flexibel und kurzfristig angemietet werden. Gleichzeitig ist es innerhalb des globalen Anbieters möglich, auf weitere 3500 Standorte zurückzugreifen.

Ein durchschnittliches Büro kostet im Monat rund 300 Euro, weitere Services wie eine Kaffeeflatrate sind hinzubuchbar. Über eine Managerin können für Events Catering und Co. organisiert werden. Die Auslastung liegt derzeit bei 55 Prozent, im kommenden Monat soll sie auf 70 Prozent steigen. Damit sei man zufrieden, erklärte die Regus-Managerin Maira Farias, die sich freut, dass „diese moderne Brise nun auch in den Schwarzwald weht“.

Ehemalige Pferdehalle

Auch die ehemalige Pferdehalle, die vor dem Abriss bewahrt wurde, dient künftig als Regus-Standort – allerdings in einem günstigeren Preissegment. Dort liegt der Fokus auf Start-ups und junge Unternehmen mit kompakteren Räumen. Geplant sind rund 40 Einzelbüros (mit 30 Tiefgaragenstellplätzen) auf über 1000 Quadratmetern. Zunächst waren zwei Stockwerke angedacht, nun habe man auf das Erdgeschoss reduziert, erklärt DBA-Vorstand Uwe Birk. Die Umbauarbeiten, die sich aufgrund von Denkmalschutzvorgaben verzögert hatten, sind im vollen Gange. Bereits Ende des Jahres soll die Sanierung abgeschlossen sein.

Die ehemalige Pferdehalle (vorne) wird derzeit umgebaut. Foto: Marc Eich

Birk gibt zu: „Wir haben uns mit der Reithalle etwas schwer getan.“ Lange sei unklar gewesen, wie mit dem im Verfall befindlichen Gebäude verfahren werden soll. Jetzt sei man froh, dass Regus im Rahmen eines Managementpachtvertrags auch hier einsteigt. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass sich die beiden Angebote gegenseitig befruchten. Ein Käufer wird derzeit noch gesucht.

Von-Richthofen-Park

Mit dem Umbau der Reithalle ist die Realisierung des Von-Richthofen-Parks abgeschlossen. Birk ließ bereits jetzt Revue passieren: Nach dem Kauf 2018 ging es 2020 mit dem Bau los – zahlreiche Stolpersteine wie Corona, der Ukraine-Krieg und Materialverknappung, die teilweise Mehrkosten von 20 Prozent verursacht haben, sind dabei gemeistert worden.

350 Wohnungen und zahlreiche Gewerbeeinheiten sind in den sechs Jahren Bauzeit entstanden, das Verkaufsvolumen wird auf 130 Millionen Euro beziffert. „Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen“, ist der DBA-Vorstand überzeugt. Für die Realisierung des Quartiers gab es zudem den „Brownfield Award 2025“ in Silber, eine Auszeichnung für eine besonders gelungene Revitalisierung.