Oberbürgermeister Adrian Sonder hat die Firma erfi besucht.
Die Firma erfi Ernst Fischer ist auch in den aktuell wirtschaftlich turbulenten Zeiten gut unterwegs. Das schreibt die Stadt Freudenstadt in einer Pressemitteilung. Demnach verbucht der Freudenstädter Laborsysteme-Hersteller eine stabile Geschäftsentwicklung.
„Die Auftragslage ist durch die momentanen Verwerfungen in der Weltwirtschaft auch bei uns spürbar zurückgegangen. Aber das Ausgangsniveau war in den vergangenen Jahren auch exorbitant hoch. Ich würde unsere aktuelle Lage als gut bezeichnen“, sagte Andreas Fischer, geschäftsführender Gesellschafter, beim Besuch von Oberbürgermeister Adrian Sonder und der städtischen Wirtschaftsbeauftragten Elke Latscha.
Wie ein Raumschiff
Oberbürgermeister Sonder ließ sich durch die Fertigung und das Kundencenter führen, das 2017 eingeweiht wurde und wie ein Raumschiff über dem Industriegebiet zu schweben scheint. „Die Entwicklung, Kompetenz und Firmenpolitik von erfi sind absolut faszinierend. Als Stadt können wir glücklich und dankbar sein, solch innovative und erfolgreiche Unternehmen mit sehr starker lokaler Verwurzelung und Verantwortungsbewusstsein für die eigene Heimat am Standort zu haben“, so Sonder.
Das Unternehmen, vor rund 70 Jahren als Hersteller für Industriewerkbänke gegründet, ist heute Spezialist für hochkomplexe Labor- und Arbeitsplatzausstattungen sowie für Test- und Prüfgeräte, heißt es in der Mitteilung. Sie erfüllen demnach den Industrie-4.0-Standard. Aktuell ist erfi dabei, sich ein neues Geschäftsfeld zu erschließen: Physik-, Chemie- und Biologielabore für allgemeinbildende Schulen.
Mit neuen Entwicklungen ist die Firma auch in anderen Feldern unterwegs: Leitstände mit 24-Stunden-Überwachungssystemen, etwa für Rettungsleitstellen für Feuerwehren, Rettungsdiensten und die Polizei sowie Prozesszentren, beispielsweise für die Chemie-Industrie.
Laborräume für Heinrich-Schickhardt-Schule
So entsteht in den Produktionshallen in der Alten Poststraße derzeit auch das technische Herzstück der Leitstelle für das neue Feuerwehrzentrum in Freudenstadt, das in direkter Nachbarschaft gebaut wird. Auch die Heinrich-Schickhardt-Schule erhielt komplette Laborräume für den Fachbereich Elektrotechnik.
Eine Spezialität von erfi sind Mess- und Prüfgeräte aus eigener Entwicklung, die komplett berührungslos gesteuert werden können. „Im Bereich der hochvernetzten Gerätetechnologie sind wir sehr innovativ“, so Fischer. Ihr Wissen und Können schützt die Firma durch Patente und eine sehr hohe Fertigungstiefe am Standort Freudenstadt mit rund 11.500 Quadratmetern Produktionsfläche.
Öffentliche Aufträge
Dort befindet sich auch eine vollautomatisierte, industrielle Möbelproduktion. „Dadurch können wir die Qualität sichern und auf Wünsche sehr individuell eingehen. Wenn ein Kunde einen Labortisch mit 1557 Millimetern Breite benötigt, dann bekommt er ihn. Wir arbeiten nach einem Baukasten-Prinzip und adaptieren die Kundenanforderungen.“
50 Prozent seines Umsatzes erzielt erfi mit Aufträgen der öffentlichen Hand. Ausbildungseinrichtungen wie berufliche Schulen, Hochschulen, Handwerkskammern sowie die Bundeswehr und Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer Institute zählen hier zu den Hauptabnehmern. Die andere Hälfte erwirtschaftet das Unternehmen mit Kunden aus der gesamten Industrie.