Anfang 2026 ging das Feuerwehrhaus in Brittheim in Flammen auf. Rosenfelds Feuerwehrkommandant Günter Kopf erklärt, welche Schutzmaßnahmen seitdem ergriffen wurden.
Am allerersten Wochenende des Jahres 2026 ereignete sich in Brittheim ein äußerst außergewöhnlicher Vorfall: Das Feuerwehrhaus ging in Flammen auf. „Gegen 1 Uhr stand der Aufenthaltsraum des Gebäudes in der Rathausstraße in Flammen und löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus“, hieß es in der Pressemitteilung der Polizei.
Ein 22-jähriger Feuerwehrmann konnte sich vor den Flammen retten und wurde von den Einsatzkräften vor dem Gebäude vorgefunden. Er erlitt schwere Verletzungen. „Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der 22-Jährige am Abend gemeinsam mit weiteren Kameraden an einer privaten Feier im Feuerwehrhaus teilgenommen. Nachdem die anderen gegangen waren, blieb er allein zurück. Kurz darauf bemerkte er den Brand im Aufenthaltsraum und alarmierte selbst die Rettungsleitstelle“, lauteten die damaligen Erkenntnisse.
Während der Löscharbeiten zogen sich vier weitere Feuerwehrkräfte leichte Verletzungen zu. Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen sowie 17 Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz.
Fünf verletzte Feuerwehrleute
Die Staatsanwaltschaft Hechingen führt aktuell ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Brandstiftung durch. „Die Ermittlungen zur Brandursache, insbesondere durch Einholung eines Brandsachverständigengutachtens, dauern derzeit noch an. Ich bitte um Verständnis, dass aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden können“, sagt Staatsanwältin und Pressesprecherin Jasmin Eppler auf Anfrage unserer Zeitung.
Auch Kommandant Günter Kopf äußert: „Zum Stand der Ermittlungen kann ich leider nichts sagen, da wir als Feuerwehrverantwortliche keine Informationen von der Staatsanwaltschaft bekommen. Wir wissen nur, dass die kriminaltechnischen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind.“
Für die Feuerwehr Rosenfeld habe das Ganze jedoch keine direkten Folgen, da die Einsatzabteilung Brittheim auf drei Gebäude verteilt ist und die beiden Fahrzeugstandorte nicht vom Brand betroffen waren. „Die Einsatzabteilung Brittheim musste etwas improvisieren, war jedoch stets einsatzbereit“, so Kopf.
Gerätehäuser erhalten Funk-Rauchmelder
Betroffen sind der Schulungs- beziehungsweise Mannschaftsraum und der Umkleidebereich. Die beiden Garagen für das Löschfahrzeug TSF-W und das Einsatzleitfahrzeug ELW sind unversehrt geblieben. Die komplette, dekontaminierte Einsatzkleidung wurde gewaschen und ist vorübergehend in den Garagen untergebracht.
Als Maßnahme werden die Feuerwehrhäuser in Rosenfeld mit funkvernetzten Brandrauchmeldern ausgestattet, die einen eventuellen Alarm auf festgelegte Mobiltelefone weiterleiten. Die vom Brand betroffenen Räume der Feuerwehr und der Ortschaftsverwaltung wurden inzwischen durch eine beauftragte Firma der Gebäudeversicherung entkernt und gereinigt.
Die Gebäudeversicherung der Stadt Rosenfeld hat Firmen für Elektro-, Gipser-, Fensterbau- und Malerarbeiten beauftragt, wodurch demnächst die Räumlichkeiten wieder hergerichtet werden. Dies erfolgt gemeinsam mit dem technischen Dienst der Stadt Rosenfeld und in Abstimmung mit der Einsatzabteilung Brittheim.
Laut Bürgermeister Thomas Miller sind die Kosten noch unklar, da die Beauftragung durch die Versicherung erfolgt.