Neben Speis und Trank gab es an diesem sonnigen Frühlingstag auch viel Anschauungsmaterial und reichlich Informationen über die Aufgaben der Einsatzkräfte. Foto: Uwe Fechner

Der Tag der offenen Tore bei der Feuerwehr Jungingen kam sehr gut an. Die Jugendfeuerwehr hatte ein Programm für den Nachwuchs vorbereitet.

Wie wichtig die Feuerwehr Jungingens für die Allgemeinheit ist und wie viel Spaß mit dem Ehrenamt zum Wohle der Gemeinde verbunden sein kann, demonstrierte die 14 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr an einem eigens aufgebauten Infostand. Die Jugendlichen hatten sich zudem eine Spritzwand einfallen lassen und gebaut, an der größere und kleinere Besucher ihre Geschicklichkeit im Umgang mit dem Feuerlöschschlauch erproben konnten.

 

Für die ganz jungen Besucher war von den engagierte Jungfeuerwehrleuten eine große Hüpfburg in Form eines Feuerwehrfahrzeuges aufgebaut worden.

Die „echten“ Einsatzfahrzeuge der Junginger waren vor der Wache zur Besichtigung im Rahmen einer Fahrzeugschau ausgestellt.

Als Allroundfahrzeug zur raschen Erkundung, zum Transport von Mannschaften und leichtem Material war der – vor vier Jahren – angeschaffte, MTW (Mannschaftstransportwagen) für bis zu acht Personen, zu besichtigen.

Der Hingucker im Bestand der Junginger ist mit Sicherheit das, mit einer Drehleiter ausgestattete LF 20 (Löschfahrzeug mit einem Tankvolumen von 2000 Litern), das üblicherweise mit einer Gruppenbesatzung von neun Feuerwehrleuten in den Einsatz geschickt wird. Das LF 20 stammt aus dem Jahr 2018 und ist das Brand- und Schadensbekämpfungsfahrzeug der Junginger Feuerwehr.

In der Einsatzgruppe „Charlie“

Als dritter – und mit gut 30 Dienstjahren ältester – Einsatzwagen war der GWT (Gerätewagen Technik) ausgestellt. Trotz seines Alters und gelegentlich erhöhtem Pflege- und Serviceaufwandes ein unverzichtbarer Teil des Junginger Fuhrparks. Erst im Jahr 2024 konnte der GWT im Einsatz gegen die Hochwasserschäden in Bisingen seinen Wert unter Beweis stellen. Seinem Alter entsprechend ist der Junginger GWT deutlich schmaler und niedriger als vergleichbare Fahrzeuge moderner Bauart. In Bisingen waren gerade diese geringeren Fahrzeugabmessungen in den engen innerörtlichen Verhältnissen von großem Vorteil bei der Schadensbekämpfung.

Die Junginger Feuerwehr ist gemeinsam mit den Wehren Rangendingen, Grosselfingen, Bisingen, Hechingen und Burladingen in der Einsatzgruppe „Charlie“ für Großschadensereignisse zusammengefasst. Feuerwehrkommandant Frank Speidel ist froh über den Verbund und sicher, dass man gemeinsam mit den Nachbarwehren und deren ergänzendes Equipment sehr gut aufgestellt ist. Eine Sorge aber treibt Kommandant Speidel um. In seiner aktiven Mannschaft sind derzeit 26 Feuerwehrleute in Tagesbereitschaft. Glücklicherweise ist der Großteil der Junginger Feuerleute auch direkt in Jungingen beschäftigt – und die Arbeitgeber der Killertalgemeinde sind sehr an der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr interessiert, trotzdem wäre es ihm und seinen Kameraden lieb, wenn sich noch mehr Bürger auf ein Engagement in den Reihen der Feuerwehr einließen.

Intensiv will Speidel in den kommenden Monaten für mehr Mitglieder werben. Das Ziel des Junginger Kommandanten ist es, eine Mannschaftsstärke von mindestens 34 Aktiven Feuerwehrleuten mittelfristig zu erreichen.