Auf Tuchfühlung zu Musik, konnten die Gäste vorm Feuerwehrhaus Platz nehmen Foto: Rolf Reißmann

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens lud die Feuerwehr Eimeldingen gute Bekannte und Partner zu einer großen Mitmach- und Technikerschule ein.

Gekommen waren viele, die in Notfällen mit der Feuerwehr Seite an Seite arbeiten. Die Polizei war da, das Rote Kreuz, der Zoll und natürlich Kameraden mehrerer Feuerwehren.

 

Erlebnisparcours vor der Reblandhalle

So wurde der Platz vor der Reblandhalle zu einem wahren Erlebnisparcours. Anfangs kurz vor 11, sah es gar nicht nach Festtag aus, die Wolken noch düster, daher auch keine Besucher. Doch irgendwie platzte der Knoten dann sehr schnell. Auch, weil die Zollkapelle Freiburg lautstark mit einem Marsch einlud, waren die Gäste auch da. Viele Familien kamen beim gemeinsamen Vatertagsbummel vorbei. Vor allem für Kinder sind Autos mit Blaulicht immer spannend, die Eltern schauten dann gerne etwas tiefer hinein.

Dicht umlagert war der mobile Röntgen-Wagen des Zolls, kurz Scan-Van genannt. Was sich damit alles entdecken lässt, führte Zollamtsinspektor Stefan Böhm vor. Ihre Handtaschen und Rucksäcke konnte die Besucher mal durchleuchten lassen. Da staunten die Familien, welche kleine Geheimnisse das zutage traten, manch bisher Verborgenes wurde damit sichtbar.

Multicopter beeindruckt

Gleich nebenan standen die Kameraden der Feuerwehr Lörrach mit ihrem im Auftrag des Landkreises betriebenen Multicopter, kurz gesagt eine Drohne. Die kann komplizierte Notlagen besser überschauen als einem Mensch dies, etwa von einer Leiter aus, möglich ist. Rund 100 Meter hoch stieg sie zu Vorführung auf und ließ die Besucher staunen, was alles mit den verschiedenen Steuerungsprogrammen sichtbar werden kann. Ob Wärmestufen oder Details, alles kann zum Beispiel bei komplizierten Großbrandlagen oder vermissten Personen im Fluss von Bedeutung sein.

Kinder begeistern sich für Feuerwehrfahrzeuge

Natürlich zogen die ausgestellten Feuerwehrfahrziege besonders die Kinder an. Die gastgebende Feuerwehr Eimeldingen hatte ihr modernes Hilfelöschfahrzeug und das doch schon etwas ältere Löschgruppenfahrzeug aufgestellt, daneben stand der Einsatzleitwagen für die Gemeinschaft der Feuerwehren im vorderen Kandertal. Zum Glück ging es niemandem schlecht, aber falls doch, wäre mit den Helfern vom Deutschen Roten Kreuz aus Haltingen schelle Hilfe vor Ort gewesen. Sie hatten ihre Fahrzeuge und ein großes Informationszelt an der Stirnseite des Platzes aufgebaut. An zwei Trainingspuppen konnten sich die Besucher mal in der Herzdruckmassage ausprobieren, um damit Mut zu finden für wirkliche Notfälle.

Blickfang auf dem Platz waren zweifellos auch die beiden historischen Feuerwehrautos vom Traditionsverein Weil. Heute bestens gepflegt und poliert waren sie einst jahrzehntelang im Einsatz, mit deutlich geringerer technischer Ausstattung als ihre heutigen Nachfolger. Das also gab es zu sehen und zu erleben.

Gespräche beim Genuss

Zum Genuss fanden sich die Besucher am und im Gerätehaus der Feuerwehr ein. Dort waren Tische und Bänke aufgestellt für den eigentlichen Hock. Rechtzeitig waren der große Grill und die Fritteuse angeheizt worden, Kaffee- und Getränkebar bestens bestückt. Immer wieder trafen Kuchenspenden ein, so dass für jeden Geschmack etwas geboten war, die Preise moderat, da musste niemand verzichten.