Seit Mittwochabend ist Frederick Bruno beim FC 08 Villingen Sportvorstand und auch für ein Jahr Jugendvorstand. Bisher war er bereits Geschäftsführer, doch diesen Part übernimmt nun Alexander Steudtner. Foto: Marc Eich

Wie Frederick Bruno seine „48-Stunden-Tage“ aber in den kommenden Wochen etwas entschleunigen möchte. Er sagt auch: „Mein Spielerherz ist einfach noch zu groß.“

Diese Tage wird das 08-Urgestein Frederick Bruno sein Leben lang nicht mehr vergessen: Am Mittwochabend wurde er – zusammen mit Alexander Steudtner und Dominik Falk – neu und deutlich ins Vorstandsteam der Nullachter gewählt.

 

Rund 760 Whats-App-Nachrichten – sehr viele Glückwünsche auf diesem Weg – hat der 30-Jährige seitdem erhalten. Für Frederick Bruno geht es nun richtig rund: Im Hauptberuf Vertriebsmanager – im „Nebenjob“ Sport- und Jugendvorstand beim FC 08 sowie Spielertrainer der U21 – an der Seite von Ralf Hellmer. Ach ja, Geschäftsführer war er beim Nullacht ja bisher auch schon.

Die nächsten Wochen

Erst einmal freut sich Frederick Bruno darüber, „dass mit dieser Mitgliederversammlung Klarheit und Ruhe in unseren Verein reingekommen ist. Die vergangenen Wochen waren sehr intensiv. Nun wollen wir, zusammen mit hoffentlich vielen, die mithelfen, frischen Wind in den FC 08 reinbringen.“

48 Stunden könnten die Tage für den gelernten Innenverteidiger in diesen Zeiten haben. „Vor 22 Uhr komme ich eigentlich seit Monaten wirklich nie nach Hause. Wenn mit mir jemand unter der Woche über irgendein Champions-League-Spiel sprechen will, sage ich nur kurz und knapp: Nicht gesehen. Ich hatte beim FC 08 zu tun“, lacht und erzählt er.

Wie es für ihn nun mit seinen gefühlten „20“ Jobs weitergeht? Ob er tatsächlich noch die Zeit hat, bei der U21 weiter zu spielen und das abstiegsbedrohte Verbandsliga-Team an der Seite von Ralf Hellmer zu coachen?

Frederick Bruno macht als Spielertrainer der U21 weiter, auch wenn auf ihn im Vorstand einige neue Aufgaben zukommen. Foto: Holger Rohde

Große Spieler-Leidenschaft

An diesem Freitag gab es von Frederick Bruno dazu eine klare Aussage: „Mein Spielerherz ist noch zu groß. Ich möchte der Mannschaft auf dem Platz helfen. Mit der U21 stehen wir vor richtungsweisenden Wochen, dürfen unten in der Tabelle nicht den Anschluss verpassen.“

Und als Trainer neben Ralf Hellmer weiterhin? „Das werden wir sehen. Wir beginnen jetzt – innerhalb unseres Vorstandsteams und auch zusammen mit Marcel Yahyaijan – mit der genauen Aufgabenverteilung.“

An diesem Sonntag im Verbandsliga-Heimspiel gegen den SV Bühlertal wird Frederick Bruno wieder auf dem Platz stehen und mit seinem Team um den Klassenerhalt kämpfen.

Eine Seltenheit

Ein Sportvorstand eines Oberliga-Clubs, der auch noch als Spielertrainer der U21 fungiert? Kann man im höherklassigen deutschen Fußball lange suchen. Kompliment Frederick Bruno, für diese Top-Einstellung.