Die Fasnet 2026 stirbt auf dem Triberger Marktplatz den Flammentod, während ringsum die Narren wehklagen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Die Fastnacht wurde am Dienstag in Triberg noch mal kräftig gefeiert. Am Dienstagabend war das Wehklagen unter den Narren aber dann groß.

Sie ist vorbei, die Triberger Fasnet 2026. Als es dunkelte, zogen unter Weinen und Wehklagen drei Abordnungen langsam in Richtung Latschariplatz.

 

Denn wie im gesamten Raum der schwäbisch-alemannischen Fasnet nahmen auch die Triberger Narren am „Fasnet-Zieschdig“ Abschied von der fünften Jahreszeit.

Auch in der Wasserfallstadt beendeten die Narren mit dem Verbrennen der Fasnet-Puppen die sehr kurze Fasnet. Sowohl aus der Oberstadt als auch von der Stabhalterei Freiamt machten sich die „letzten Überlebenden“ mit Trauermienen auf den Weg, um die Fasnetpuppen im Fackelschein feierlich zum Marktplatz zu geleiten, wo seit 2009 die gemeinsame Verbrennung aller drei Puppen stattfindet. Unter Heulen und Wehklagen nahmen die Narren Abschied von der Fasnet, die im dichten Schneetreiben langsam vor sich hin kokelte und letztlich völlig verbrannte.

Man sei durch die Straßen gezogen, habe der Obrigkeit wieder einmal den närrischen Spiegel vorgehalten, und er finde es „super, dass sie diesen Brauch verstehen und mitmachen“, so der Vorsitzende der Narrenzunft, Sven Ketterer. Dann gab der Zunftbürgermeister den Rathausschlüssel wieder ab an den Vertreter seiner selbst, Bürgermeisterstellvertreterin Ute Meier.

Ein letztes Mal spielte die Stadt- und Kurkapelle wehmütig den Narrenmarsch „Hans gang heim“, dazu schlugen die Radautrommler auf ihren Fässer den Rhythmus, der Fanfarenzug schloss sich an. Unter Wehklagen nahmen alle Abschied von der fünften Jahreszeit, während die Puppen vor sich hin brannten. Doch ging es nach dem Flammentod der Fasnet nicht für jeden gleich nach Hause: Viele verteilten sich auf die Gaststätten im Städtle und ließen die Fasnet feucht-fröhlich ausklingen.

Am Dienstagnachmittag hingegen gab es noch Kinderbälle.

Kinderball in Triberg Zum alljährlichen Fastnachtsabschluss war für die kleinsten Narren beim Kinderball im Triberger Kurhaus wieder einiges geboten. In diesem Jahr zum ersten Mal stand die Triberger Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken als Moderatorin auf der Bühne. Zusammen mit Frank Fenski führte sie durch das Programm und animierte die zahlreichen Kinder während des kurzweiligen Nachmittags auf gekonnte Weise.

Die kleinen Narren konnten dabei bei der Kostümprämierung ihre kreativen Verkleidungen präsentieren. Anschließend durften die Kinder ihre Eltern oder Großeltern schminken.

Ein Höhepunkt beim Kinderball in Triberg: die Luftballonschlacht. Foto: Lisa Nagel

Der Höhepunkt war neben zahlreichen lustigen Spielen die legendäre Luftballonschlacht. Für Speis und Trank war durch das Team der Narrenzunft bestens gesorgt.

Kinderball in Nußbach Der Höhepunkt für Kinder an Fastnacht in Nußbach ist natürlich der Kinderball am Dienstag, die Kinder hatten ja an diesem Nachmittag fast die Halle für sich. Die Mitglieder der Zunft, Kristin, Sabrina und Bianca, haben lustige Spiele und Belohnungen vorbereitet, so dass in der quirligen Schar keine Langeweile aufkommt.

Fantasievoll gekleidet sind die Kinder beim Ball am Dienstag in der Halle. Foto: Priska Dold

Das Programm begann alsbald mit dem Tanz der Allerkleinsten „Die Zauberminions“, diesen Tanz hatte Kristin Kammerer mit ihnen einstudiert. Nonstop ging es weiter mit Geschicklichkeits- und vielen lustigen Spielen. Und dazwischen konnte immer wieder auf der bereitgestellten Rutsche probiert werden, wie es besser ist, hinunterzukommen: Rückwärts, vorwärts oder bäuchlings, alles machte Spaß.

Den ganzen Nachmittag bevölkerte eine bunte Schar den Saal und die Bühne, hier haben sich Eltern wieder die verschiedensten Verkleidungen einfallen lassen: von Schmetterlingen über Tiger und Bären bis zu Sonnenblumen, Marienkäfern und vielem mehr.