Der Deißlinger Umzug gefiel mit vielen Narren und Musikern. Schön-schräge Klänge mischten sich dabei mit Narrenmärschen.
Sie ließen sich vom Schneetreiben nicht abhalten, die zahlreichen Narren beim Deißlinger Umzug am Dienstagnachmittag. Im Gegenteil: Manche trieben es umso bunter und legten sich selbst beziehungsweise Zuschauerinnen, so jedenfalls die Reichstetthexen aus Rottweil, in den Straßendreck. Andere waren eher nett und beschenkten die Zuschauer reichlich mit Süßem oder Brezeln, hatten Seifenblasen dabei oder auch ihre großen Wagen, wo der eine und die andere kurzerhand einquartiert wurde – natürlich gab’s dann auch was zu trinken.
Mit dabei war natürlich die Guggenmusik Näcker-Gamper, die hier ihr Heimspiel hatten, ihre Kollegen von der Lombakapell Hoilfenga und die Alcaputti aus Tennenbronn, die für schön-schräge Klänge sorgten, und natürlich die Lauffener und Deißlinger Musiker. So unterhielten die Kröpfer und Hoadamale, die Urzeitelche und Deifel, die Harzklumpen und Ziegen, die Tännlegeister und Ammelbachhexen und all die anderen trotz Nässe und Wind die vielen Zuschauer aufs Beste.
Wer danach noch weiterfeiern konnte, dem standen mehrere Besenwirtschaften zur Verfügung, und dort taten das auch ganz viele bis in die späten Abendstunden.