Trubel auf den Straßen, die Zuschauer dicht gedrängt: Der große Umzug am Fasnachtssonntag ist alljährlich einer der Höhepunkt der Schopfheimer Fasnacht – hier ein Blick aufs Vorjahr. Foto: Anja Bertsch

Da ist Ausdauer gefragt: Zwischen Dilldapp-Ehrung am Morgen des „Schmutzige Dunschdig“ und Heringessen am Aschermittwoch kennt der Schopfheimer Narrenfahrplan keine Pause.

Treffpunkt Narrenkeller, 8 Uhr früh am „Schmutzige“: Die heiße Phase der Schopfheimer Fasnacht beginnt mit höchsten Ehrenbekundungen, wenn der Dilldapp-Orden an einem honorigen Mit-Schopfheimer verliehen wird.

 

Schmutzige Dunschdig

Anschließend macht sich die Narrenzunft um Statthalter „Max vom Viehmärt“ auf zum Ohmengeldeintreiben: Auf ihrer ganztägigen Tour durchs Städtchen macht die NZ-Delegation Station am Bauhof (9 Uhr), Firma Stockburger (9.30 Uhr), Kita am Marktplatz (10 Uhr), Hebelschule (10.45 Uhr) und Euronics Bühler (11.30 Uhr). Um 12.15 Uhr serviert der Bürgermeister r ein „Narresüppli“, anschließend geht weiter zum Ordnungsamt (13.30 Uhr), Sparkasse (14.15 Uhr), VR-Bank (15.15 Uhr) und Viehmarkt/Glöggler (16 Uhr).

Abends dann ist Zeit für die Weißkittel-Fraktion: Ab 19.33 Uhr zieht der Hemdglunki-Umzug vom Marktplatz aus durch Alt- und Innenstadt zur Stadthalle, wo im Foyer ab 20 Uhr der Hemdglunki-Ball steigt.

Freitag, der 13.

Am Freitag, 13. Februar, geht es für die Narrenzunft auf die zweite, deutlich kürzere Etappe des Ohmengeldeintreiben. Auf dem Routenplan diesmal: Kin ergarten im Lus (9 Uhr), Kitaund Grundschule Langenau (9.45 Uhr), Schärers Au (13.30 Uhr) und Georg-Reinhardt-Haus (14.30 Uhr). Abends steigt der Lumpenball des FV Fahrnau unterm Motto Wild West – ab 20.11 Uhr im Vereinsheim in der Fahrnauer Grienmatt.

Fasnachtssamstag

Am Samstag, 14. Februar, geht die zweite Auflage des Schopfheimer Zunftabends über die Stadthallenbühne. Das Programm beginnt um 20 Uhr, Abendessen gibt es ab 18.30 Uhr, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Fasnachtssonntag

Schlag auf Schlag geht es am Fasnachtssonntag, 15. Februar: Um 11 Uhr wird der Narren-Gottesdienst gefeiert – in diesem Jahr in der katholischen Kirche St. Bernhard. Parallel dazu, ab 11.11 Uhr, öffnet das Narrendorf auf dem Marktplatz, wo sich Hästräger und Zuschauer warmlaufen können für den Fasnachtsumzug, der ab 14.11 Uhr auf der altbewährten Strecke seine Runde(n) durch die Stadt in Richtung Fahrnau und zurück dreht. Gegen 16.30 wird im Narrendorf das Ergebnis der Wagen-Prämierung verkündet. Fließender Übergang dann zur Narren-Party der Schälle-Waggis ab 17.11 Uhr im Narrenkeller

Rosenmontag

Auch am Rosenmontag steht die Innenstadt rund um die Uhr im Zeichen des närrischen Treibens: Ab 14.11 zieht der Kinderumzug durch die Stadt in Richtung Stadthalle, wo die Nachwuchsnarren anschließend zum fröhlichen Kinder-Spaß eingeladen sind. Ab 16.11 Uhr öffnet wiederum auf dem Marktplatz das Narrendorf als Anlaufpunkt für die Hästräger und Zuschauer, die sich dann ab 19.11 Uhr zum mittlerweile sechsten mal zum „Historischen Nacht-Umzug“ formieren. Dieser führt durch die Altstadtgassen, dreht dann eine Schliefe über den Pflughof, bevor er am Marktplatz vorbei zurück zum Ausgangspunkt zieht. Anschließend geht es direkt weiter beim Rosenmontags-Ball in der Stadthalle.

Dienstag, 17. Februar

Am Dienstag, 17. Februar, biegt die diesjährige Kampagne auf die Schlussetappe ein: Ab 17 Uhr lädt der Schlattholz-Zinken zum „Chuttleesse“ in den Narrenkeller, um 19.11 Uhr ziehen die Narren von dort zum Marktplatz zur Fasnachtsverbrennung – großes Wehklagen natürlich inklusive.

Aschermittwoch

Am Aschermittwoch hat es sich dann endgültig ausgefastnachtet: Ab 17 Uhr kommt es nochmals zur großen Schlacht zwischen Statthalter und Bürgermeister – wer hat den sauren Hering schneller hinuntergewürgt? – , bevor sich das Narrenoberhaupt endgültig geschlagen und die Macht zurück ans offizielle Stadtoberhaupt gibt. Ein letztes Auflodern erlebt die Fasnacht dann am Samstag, 21. Februar, ab 17.30 beim Schiebe-Füür des Sternenzinken auf dem Sengelen.

Buure-Fasnacht

„Spaß vorbei“ heißt es damit im Städtchen aber noch längst nicht – schließlich hat der Ortsteil Wiechs seine „Buurefasnacht“, die zu diesem Zeitpunkt längst im Gange ist. Den Auftakt macht auch hier der Hemdglunki-Umzug durchs Dorf (Donnerstag, 19. Februar, 19.11 Uhr) – mit der Besonderheit, dass dieser vom Dorfbrunnen aus zum Haus des bis dahin geheimgehaltenen Fasnachtsprinzen führt, der ab diesem Abend die Regentschaft über Dorf übernimmt. Anschließend Glunki-Ball in der Festhalle.

Beim Motto-Ball am Freitag, 20. Februar, geben die 1980/90er den Ton, beziehungsweise das Kostüm an. Der Samstag gehört den Kindern: Umzug, anschließend Kinderball, das ganze ab 14.11 Uhr – mit fließendem Übergang zur Öffnung der „Bock-Bar“ im Dorf ab 18 Uhr.

Höhepunkt der „Wibufa“ ist der große Umzug, der am Sonntag. 22. Februar, ab 14.11 Uhr über den Buckel zieht. Anschließend geht es zum närrischen Treiben in die Festhalle, bevor noch am selben Abend ab 20.11 Uhr am Dorfbrunnen die Fasnacht verbrannt wird.