Die Polizei hat in Hartheim auf ein Auto geschossen, um die Flucht des Fahrers zu verhindern.
Der Vorfall, bei dem die Polizei eine Schusswaffe einsetzte, ereignete sich am Sonntagmorgen, 4. Januar, gegen 06.15 Uhr ein Vorfall in der Lindenstraße im Hartheimer Ortsteil Bremgarten.
Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen haben Polizeibeamte der Bundespolizei Grenzkontrollen auf der Rheinbrücke bei Neuenburg vorgenommen. In diesem Zuge sollte gegen 05.45 Uhr ein Fahrzeug mit französischer Zulassung bei der Einreise in die Bundesrepublik kontrolliert werden. Der zunächst unbekannte Fahrer wollte dies verhindern und ist mit seinem Auto in Richtung Freiburg geflüchtet.
Polizei muss Verfolgung abbrechen
Die Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen die Verfolgung des flüchtigen Fahrzeugs auf, mussten diese allerdings aufgrund der durch das Fluchtfahrzeug gefahrenen Geschwindigkeiten und den vorliegenden winterlichen Straßenverhältnissen abbrechen, teilt die Polizei mit.
Bei der anschließenden gemeinsamen Fahndung durch die Bundespolizei und Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Freiburg wurde das Fahrzeug einige Zeit später durch eine Streife der Bundespolizei im Bereich der Lindenstraße in Hartheim angetroffen.
Als sich die Polizeibeamten auf dem Gehweg dem Fahrzeug näherten, habe der Fahrer des Wagens unvermittelt beschleunigt und sei davongefahren.
Fahrer stellt sich der Polizei
Daraufhin setzte einer der Polizeibeamten seine Schusswaffe ein und zielte auf das Vorderrad des Fahrzeugs.
Der Fahrzeugführer habe daraufhin angehalten und konnte vorläufig festgenommen werden.
Bei der anschließenden Kontrolle wurde bei dem 52-jährigen Autofahrer eine Atemalkoholkonzentration von etwa 1,8 Promille gemessen sowie der Einfluss von Betäubungsmitteln festgestellt. Außerdem stellte sich heraus, dass das Fahrzeug des Tatverdächtigen in Frankreich zur Fahndung ausgeschrieben war.
Polizei sucht nach Zeugen
Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Es entstand lediglich Schaden in noch unbekannter Höhe am Fahrzeug des 52-Jährigen. Ob während der Flucht Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Die Kriminalpolizei Freiburg (Telefon 0761/8 82 28 80) hat die weiteren Ermittlungen übernommen und sucht mögliche Zeugen oder Geschädigte die möglicherweise durch die Fahrweise des Tatverdächtigen gefährdet oder geschädigt wurden.