Schwere Vorwürfe werden in den sozialen Medien gegenüber den Albstadtwerken nach der Gasexplosion in einem Gebäude in der Tailfinger Josefstraße geäußert.
Die Ermittlungen der Polizei zur Ursache des Unglücks in der Tailfinger Josefstraße dauern an, wie eine Sprecherin am Freitag unserer Redaktion mitteilte. Oberbürgermeister Roland Tralmer sprach wenige Stunden nach dem Unglück bei einer Pressekonferenz von einer Gasexplosion, die das Gebäude zum Einsturz brachte.
Die Gaszufuhr in die betroffene Straße wurde nach dem Eintreffen der Rettungskräfte gekappt. Zwei Kopflöcher, die hierzu mithilfe einer Baufirma gegraben wurden, sind am Freitag noch deutlich sichtbar. Auch während der Rettungsmaßnahmen wurden ständig Gasmessungen an der Unglücksstelle vorgenommen. Inzwischen haben die Albstadtwerke die Gaszufuhr in die Josefstraße wieder herstellen können, teilen diese mit.
Weitere Informationen nach Abschluss der Ermittlungen
Schwer wiegen die Vorwürfe, die unter einem Facebook-Post des Schwarzwälder Boten zu der Tragödie geäußert werden. Dort ist in mehreren Kommentaren die Rede davon, dass die Albstadtwerke vorab über ein Gasleck in dem später explodierten Gebäude informiert gewesen sein sollen.
Darauf angefragt teilen die Albstadtwerke mit: „Die im Raum stehenden Aussagen zu einer erfolgten Gasgeruchsmeldung nehmen wir sehr ernst. Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen lag uns im Vorfeld des Unglücks keine Meldung über einen Gasgeruch vor.“
Und weiter: „Da die Ermittlungen zur Unglücksursache noch andauern, bitten wir um Verständnis, dass wir zum aktuellen Stand der Untersuchungen keine Auskünfte geben können.Wir stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und unterstützen die Ermittlungsarbeiten nach Kräften.“
Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Albstadtwerke weitere Informationen mitteilen dürfen, werden man dies tun. Die Sicherheit ihrer Kundinnen und Kunden habe für die Albstadtwerke oberste Priorität.
In diesem Zusammenhang verweist der Energieversorger auf seine Störungsnummer 07432/160-38 00, welche rund um die Uhr erreichbar sei. Dazu betonen die Albstadtwerke in ihrer Pressemeldung: „Wir sind tief betroffen über das tragische Unglück in Albstadt und möchten den Angehörigen der verstorbenen Familie unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aussprechen. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und allen Betroffenen in dieser schweren Situation.“
Die Stadt Albstadt schließt sich der Stellungnahme der Albstadtwerke an. Sprecherin Mona Lehmann betont, dass man bei den Albstadtwerken sämtliche Kommunikationskanäle nach einer Gasaustrittsmeldung in dem Gebäude geprüft und keine solche festgestellt habe. Dazu würden bei einer Meldung von Gasaustritt auch DRK und Feuerwehr benachrichtigt. Auch den Rettungsorganisationen sei aber nichts bekannt. Die Polizei betonte, sich während der Ermittlungen nicht dazu zu äußern.
Alle Artikel zum Einsturz in Albstadt-Tailfingen finden Sie auf unserer Themenseite.