Es ist angerichtet: Im Beşiktaş-Stadion steigt am Mittwochabend das Europa-League-Finale. Foto: Schabel

Der große Tag ist gekommen: Der SC Freiburg steht vor dem Europa-League-Finale gegen Aston Villa. Auch als Außenseiter spricht in Istanbul einiges für den Sport-Club.

13 Tage lang hatten die Fans des SC Freiburg Zeit für Vorfreude, nun ist es soweit: In Istanbul steigt am Mittwochabend (21 Uhr MEZ/RTL) das Finale der Europa League gegen den englischen Topclub Aston Villa.

 

Die Mannschaft aus einem Vorort von Birmingham hat die Champions-League-Qualifikation schon in der Tasche und geht als Favorit in die Partie.

Allerdings: Nicht alles spricht für die Engländer. Ein Überblick

Die Erfahrung

Einige aus dem Freiburger Kader waren bereits 2022 beim DFB-Pokalfinale in Berlin mit dabei. Mehr Finalerfahrung haben allerdings die wenigsten. 2014-Weltmeister Matthias Ginter ist der mit Abstand erfahrenste in Sachen Endspiele, Noah Atubolu stand 2025 im U21-EM-Endspiel – verlor jedoch und motivierte sich danach, hart an sich zu arbeiten, um wieder ein Finale zu erreichen. Auf der Gegenseite ist dagegen viel Erfahrung vorhanden, vor allem auf der Trainerbank. Coach Unai Emery hat die Europa League bereits viermal (dreimal mit Sevilla, einmal mit Villarreal) gewonnen, ein fünftes Finale mit Arsenal verlor er.

Die Heimstärke

Geografisch gesehen ist das Finale im Beşiktaş-Stadion in Istanbul für beide Teams ein Auswärtsspiel. In der offiziellen Ansetzung jedoch ist der SC Freiburg der Heimverein und dürfte damit auch die Heimkabine bekommen. Zudem spielen die Breisgauer laut Faktenblatt der Uefa wohl in ihren roten Heimtrikots, Aston Villa in den weißen Ausweichjerseys.

Zudem dürfte der Sport-Club als Außenseiter wohl den ein oder anderen neutralen Fan im Stadion auf seiner Seite haben. Besonders eine Statistik sollte den Freiburgern Mut machen: Alle sieben Heimspiel der diesjährigen Europa-League-Saison wurden gewonnen.

Das Elfmeterschießen

Es wird am Mittwochabend einen Sieger geben, ein Unentschieden ist in einem Finale keine Option. Möglich sind daher natürlich auch Verlängerung und Elfmeterschießen. Sollte die Entscheidung über den Titel tatsächlich vom Punkt fallen, hat der SC Freiburg einen echten Vorteil. Denn Torwart Noah Atubolu gilt als ausgewiesener Experte für Strafstöße, erst im Halbfinal-Hinspiel in Braga parierte er einen Elfmeter. In der Bundesliga wurde er im September mit fünf gehaltenen Elfern in Serie gar Rekordhalter.

Zudem überwunden die Freiburger im DFB-Pokal-Viertelfinale ihr Trauma vom verlorenen Shoot-out gegen Leipzig 2022. Dass man zudem englischen Mannschaften – nicht ganz zu Unrecht – nachsagt, im Elfmeterschießen so ihre Probleme zu haben, könnte ein weiterer Vorteil für die Freiburger sein, die am Mittwoch in Istanbul nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte greifen.