Nach dem Raubüberfall wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt (Archivfoto). Foto: Heidepriem

Ein brutaler Raub in Holzhausen hatte Ende November für Entsetzen gesorgt. Ein Ehepaar wurde im eigenen Haus überfallen und verletzt. Wir haken zum Stand der Ermittlungen nach.

An einem dunklen Herbstabend Ende November erlebte ein Ehepaar aus Holzhausen im eigenen Zuhause das, was niemand erleben will: Unbekannte Täter dringen an jenem Samstag gegen 21 Uhr gewaltsam in das Wohnhaus ein. Unter Gewaltandrohung fordern sie Wertgegenstände, erbeuten Bargeld und Schmuck.

 

Das Ehepaar wird bei dem Überfall verletzt – von den emotionalen Folgen ganz abgesehen. Die Kriminalpolizei ermittelt sofort auf Hochtouren. Auch ein Polizeihubschrauber ist zur Unterstützung im Einsatz. Durch ihn werden letztlich auch die Menschen in Holzhausen und Umgebung aufgeschreckt. Von dem Überfall direkt hatte im Umfeld niemand etwas bemerkt.

Ob der Hubschrauber zwei Tage später zur Täter- oder Beweissuche eingesetzt wurde, darauf ging die Polizei seinerzeit nicht weiter ein. Klar ist aber: Zeitnah nach der Tat wurde eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizei Rottweil gebildet. Die Bevölkerung wurde im Hinweise gebeten. Der Wert der Beute, so war zu erfahren, bewege sich

im fünfstelligen Bereich.

Wie ist der Stand der Ermittlungen?

Inzwischen sind mehr als acht Monate vergangen. Wie ist der Stand der Ermittlungen? Wer hatte es auf das Ehepaar und dessen Hab und Gut abgesehen? Und kommt es vielleicht bald zu einem Prozess, der Anworten auf die vielen offenen Fragen liefert?

Keinen Beschuldigten ermittelt

Nein, danach sieht es aktuell nicht aus, wie wir auf Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft in Rottweil erfahren. Denn: Die Ermittlungen haben bislang nichts Konkretes ergeben. „Es gibt nicht Neues, es konnte bislang kein Beschuldigter ermittelt werden“, sagt Oberstaatsanwalt Markus Wagner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Kripo und Staatsanwaltschaft hätten in diesem Fall von Anfang an intensiv gemeinsam die Ermittlungen geführt – bislang, so ist Wagners Worten zu entnehmen, jedoch ohne Erfolg. Es gibt keinen Tatverdächtigen, keine wirklich heiße Spur. Bleibt der Fall womöglich ungelöst? „Wenn es weiter keine konkreten Ansätze gibt, wird der Fall eingestellt werden“, so Wagner.

Gerüchte nicht bestätigt

Doch derzeit liefen die Ermittlungen weiter, betont der Oberstaatsanwalt. Derweil gibt es weiterhin allerlei Gerüchte um die Tat, die Wagner aber in keinster Weise bestätigen kann. So zum Beispiel, dass es zwischen Tätern und Opfer womöglich irgendeinen früheren Kontakt, einen Bezug gegeben habe. Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte das schließlich die Ermittlungen deutlich erleichtert, so Wagner.

So aber ist weiter völlig unklar, wer die brutale Tat in Holzhausen an jenem Novemberabend begangen hat. Und womöglich bleibt dies auch so.