Erfolg in Villingen und Trossingen: Nachwuchsforscher überzeugen bei Jugend forscht

Maximilian Hirsch (von links), Matthis Hirsch, Jakob Schultis und Johanna Unger sprechen über ihre Erfahrung bei Jugend forscht in Villingen.
Victoria MüllerBeim Wettbewerb „Jugend forscht“ präsentieren Schüler eigene Projekte aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik und stellen sich damit einer Jury.
Auch Schüler des Gymnasiums am Romäusring in Villingen nahmen an dem Wettbewerb teil und gleich mehrere Teilnehmer erreichten den dritten Platz. Die Achtklässler Johanna Marie Unger, Jakob Balthasar Schultis und Matthis Julian Hirsch aus der Klasse 8b entwickelten im Bereich Mathematik/Informatik das Projekt „Addition, Multiplikation, Bruchrechnen und Prozentrechnung. Geht das nicht auch leichter?“.
Die Idee entstand im Alltag – Matthis wollte seinem frisch eingeschulten Cousin bei Matheaufgaben helfen und stellte sich dabei die Frage, ob es nicht auch einfachere Wege gebe. Gemeinsam mit seinem Team recherchierten sie Rechentricks, prüften verschiedene Methoden und testeten diese in Schulklassen. Es stellte sich dabei heraus, dass es gerade beim Prozentrechnen viele Probleme gab. Nach der Anwendung der Rechentricks sank die Fehlerquote eindeutig.
Von November bis März arbeiteten die drei an ihrem Projekt. Die größte Herausforderung sei dabei das Präsentieren vor den Schulklassen gewesen. Aufgeben kam für das Team jedoch nie infrage. Am Ende wurden sie mit dem dritten Platz belohnt.
Ebenfalls erfolgreich war der 16-jährige Maximilian Hirsch aus der Kursstufe 1 derselben Schule. Sein Projekt beschäftigte sich mit dem Thema Weltraumschrott. Ausgehend von seinem Interesse untersuchte er, welche Materialien sich eignen, um Weltraumschrott abzubremsen. Die Umsetzung stellte ihn besonders vor Herausforderungen, da sich Bedingungen aus dem All schwer auf der Welt nachbilden lassen. Die Konkurrenz sei stark gewesen. Umso größer war dann die Freude über den dritten Platz.
Erster Platz am Gymnasium in Trossingen
Noch erfolgreicher verlief der Wettbewerb für drei Schüler des Gymnasiums Trossingen. Niklas Ganter, Maxim Schilling und Ben Raumel sicherten sich mit ihrem Projekt den ersten Platz und qualifizierten sich damit für den landesweiten Wettbewerb in Baden-Württemberg.

Maxim Schilling (von links), Niklas Ganter und Ben Raumel aus Trossingen sprechen über ihren Erfolg bei Jugend forscht.
Foto: Victoria MüllerSie beschäftigten sich mit der Herstellung von Bioplastik aus den Schalen von Garnelen oder Shrimps. Die Idee entstand durch das Interesse von Niklas, der bereits in seinem Heimlabor experimentierte. Während er sich vor allem mit dem biologischen Teil beschäftigte, übernahmen seine Teamkollegen die technische Umsetzung. Unterstützung erhielten sie im Forschungszentrum in Tuttlingen sowie von ihren Lehrern Achim Baumann und Katharina Kaltenbach. Bereits im Gespräch mit der Jury hatten sie ein gutes Gefühl, da nur wenig Kritik geäußert wurde. Entsprechend groß war die Freude über den ersten Platz.
Wie geht es jetzt weiter?
Für die Schüler geht es nun beim landesweiten Wettbewerb in Aalen weiter. Dort wollen sie ihr Projekt erneut präsentieren. Eine Teilnahme empfehlen sie auch anderen weiter: „Jeder, der genug Motivation mitbringt, erhält auch eine Belohnung für die Motivation“. Ein besonderer Dank gelte zudem ihrem Lehrer Achim Baumann.