Nicht alle Autofahrer befolgen die Sperrung nach dem Erdrutsch zwischen Rötenberg und Alpirsbach – doch sie hinterlassen Spuren im Internet.
Wer an der Abzweigung von der Alpirsbacher zur Bacher Straße in Rötenberg selbst am Fasnetssonntag eine Weile steht, der muss nicht lange warten. Beinahe im Minutentakt kommen Fahrzeuge aus dem eigentlich gesperrten Rötenbachtal auf die Höhe.
In Rötenberg sind es vor allem Fahrzeuge aus dem Nachbarlandkreis Freudenstadt, die trotz Sperrung und möglicher weiterer Felssturzgefahr auf der eigentlich gesperrten Landesstraße 422 unterwegs sind – all diejenigen können sicher nicht Anlieger sein, da gar nicht so viele Personen in diesem Tal bis zum Ende der Sperrung wohnen.
Und um andere Autofahrer gar nicht auf die Idee zu bringen, von Rötenberg aus Waldwege über die Hub ins Obere Kinzigtal zu nutzen, hat die Gemeinde, so Bürgermeister Michael Lehrer, vorsorglich auch ab der Bacher Straße die Hub gesperrt.
Nur eine Fahrspur betroffen
Und da die Mure mit den Felsbrocken unterhalb der „Heidelbeermühle“ in einer Kurve lediglich eine Fahrspur bedeckt, ist auch ein Vorbeikommen daran – abgesehen von der Gefahr – für alle, die sich nicht an die Sperrung halten, problemlos möglich.
„Spuren“ im Internet
Indes, wie hoch der Verkehr in diesem Bereich ist, zeigt sich seit Freitag im Internet. Denn die Autofahrer, die die Route nutzen, hinterlassen „Spuren“. So kann auf Google Maps beispielsweise verfolgt werden, dass laufend Fahrzeuge dort unterwegs sein müssen – ähnlich wie auf anderen „freien“ Strecken auch, sind beide Fahrspuren im Ebenenmodus Verkehr „grün“ markiert.
Sperrung bei Google Maps nicht eingetragen
Eine Sperrung ist bei Google Maps (Stand: 15. Februar, 15 Uhr) übrigens nicht eingetragen – anders sieht dies bei gängigen Navigationssystemen aus, dort ist die Strecke als „gesperrt“ markiert. Und so werden auch alle Autofahrer, die via Google Maps unterwegs sind, trotz der Sperrung durch die Gefahrenstelle gelotst.