Im Juni des vergangenen Jahres ist der Windpark im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe mit vier Anlagen offiziell eingeweiht worden. Auf der Langenbrander Höhe sollen drei weitere Windräder entstehen. Wie sieht der Zeitplan aus?
Das Genehmigungsverfahren für die vier Windkraftanlagen im Bereich Hirschgarten/Langenbrander Höhe war jedenfalls langwierig. Drei der vier Anlagen stehen auf der Gemarkung von Waldrennach, eine auf der Gemarkung von Langenbrand. Die BayWa r.e. Wind GmbH als Betreiberin des Windpark möchte auf der Langenbrander Gemarkung drei weitere Anlagen errichten.
Es werden die weiteren Schritte abgestimmt
„Wir befinden uns nach wie vor in der Planung des Projekts Langenbrand II und werden voraussichtlich in den nächsten Wochen weitere Gespräche mit der Gemeinde führen, um die nächsten Schritte abzustimmen“, teilte Tanja Schneider-Diehl, Pressesprecherin der BayWa r.e. Wind GmbH, auf Anfrage unserer Redaktion mit.
Den inzwischen in Betrieb genommenen Windpark mit vier Anlagen genehmigte das für das Verfahren zuständige Landratsamt Enzkreis Ende März 2022. Im Herbst des gleichen Jahres ließ die BayWa r.e. Wind GmbH die entsprechenden Stellen roden. Im Sommer 2023 wurden die Betonturmteile für die vier Anlagen herangeschafft.
Straßen gesperrt
Im Herbst 2023 folgten weitere Großkomponenten, so zum Beispiel die Rotorblätter. Dazu ließ die BayWa r.e. Wind GmbH eigens die Bundesstraße 294 und die Kreisstraße Richtung Waldrennach zeitweise sperren. Eingeweiht wurde der Windpark am 10. Juni 2024. Seit Ende Juli ist er vollständig in Betrieb. Trotzdem standen die Windkraftanlagen auch danach immer wieder still – entweder alle oder einzelne davon. Schneider-Diehl begründete dies seinerzeit damit, dass sich die Anlagen zunächst „einlaufen“ müssten. Das heißt, dass sie eine feste Anzahl an Betriebsstunden unter Volllast zu absolvieren hätten. Bei diesem Probebetrieb durchliefen die Anlagen weitere technische Abnahmen und Wartungen, damit sie sicher und langlebig sind.
Im zentralen Geschäftsfeld viel erreicht
Die Pressesprecherin des Unternehmens machte deutlich, dass das Unternehmen zufrieden sei mit seiner Entwicklung. Es habe in seinem zentralen Geschäftsfeld, der Entwicklung von Windenergieprojekten in Deutschland, viel erreicht. Schneider-Diehl nennt Zahlen: „Im zurückliegenden Jahr haben wir es als BayWa r.e. Wind GmbH geschafft, vier Windparks mit knapp 51 Megawatt in Betrieb zu nehmen. Wir haben zudem fünf neue Genehmigungen zum Bau weiterer Windparks erhalten und dabei unsere Pipeline auf eine Leistung von 1,6 Gigawatt erweitert.“
Die Muttergesellschaft ist sanierungsfähig
Die BayWa r.e. Wind GmbH als Betreiberin des Windparks ist ein Tochterunternehmen der BayWa r.e. AG. Zu den finanziellen Schwierigkeiten der Muttergesellschaft verweist Schneider-Diehl auf ein Sanierungsgutachten der Boston Consulting Group. Diese habe die Sanierungsfähigkeit der BayWa r.e. AG bescheinigt. Mit den Geldgebern sei eine langfristige Sanierungsfinanzierung bis Dezember 2027 vereinbart worden.
Projekte in den Bereichen Wind, Solar und Batterie
Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten liege künftig auf Geschäftsfeldern mit einer positiven Marktprognose, teilte Schneider-Diehl mit. Dazu zähle das Projektentwicklungsgeschäft im Bereich Wind, Solar und Batteriespeicher, der Betrieb und die Instandhaltung solcher Anlagen und der Energiehandel.