Marcel Schneider prescht vor – gegen Stuttgart traf der Balinger doppelt. Dennoch verloren die Eisbären am Ende mit 3:4. Foto: Maier

Die Balinger Kufencracks müssen sich in Stuttgart knapp mit 3:4 geschlagen geben. Die Niederlage ist für die Eyachstädter gleich in mehrfacher Hinsicht ärgerlich.

Eine aus mehrfacher Sicht ärgerliche Niederlage haben ersatzgeschwächte Balinger Eisbären am Samstagabend gegen Stuttgart hinnehmen müssen – am Ende stand es auf der Waldau 4:3 (1:1, 1:0, 2:2) für die Hausherren.

 

Zahlreiche Chancen ließ die Kasik-Truppe ungenutzt, damit blieb die spürbare Moral am Ende ohne Lohn. Und die Stuttgarter haben durch den Sieg den Abstand auf den Tabellenführer Balingen auf nun fünf Punkte verkürzen können.

1:1 nach dem ersten Drittel

Von Beginn an war es das erwartete enge Spiel zwischen den beiden Topmannschaften der Landesliga. Die Teams belauerten sich zu Beginn, ehe Tristen Wells für die Balinger nach knapp sieben Minuten ganz genau Maß nahm und den Puck mit einem satten Handgelenkschuss im Stuttgarter Tor unterbrachte. Zwei Zeigerumdrehungen später aber gelang den ebenfalls engagierten Stuttgartern der Ausgleich. Die Hausherren übernahmen in dieser Phase zunehmend die Kontrolle, schwächten sich allerdings durch Strafzeiten.

Stuttgart ist am Drücker

Im zweiten Spielabschnitt blieben die Stuttgarter am Drücker – und machten mächtig Dampf in Richtung Eisbären-Tor. Goalie Raphael Kühn fischte zahlreiche scharfe Scheiben weg. Einmal aber war er machtlos: Nach etwas mehr als sechs Minuten gingen die Stuttgarter in Führung.

Doppelschlag der Gastgeber bringt die Vorentscheidung

Mit diesem knappen Ergebnis ging es ins letzte Drittel – dabei blieb es aber nicht lange: Mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute setzten sich die Stuttgarter auf 4:1 ab. Spiel entschieden? Von wegen: Marcel Schneider gelang für die Eisbären fast postwendend der Anschlusstreffer zum 2:4.

Eisbären können Überzahl nicht nutzen

Das ohnehin umkämpfte Spiel wurde nun noch intensiver und hitziger – wobei die Stuttgarter die Grenze des Erlaubten mehrmals übertraten und in der Folge in Unterzahl agieren mussten. Eine solche Phase konnten die Balinger – erneut durch Marcel Schneider – rund neun Minuten vor Schluss zum nächsten Anschlusstreffer nutzen. Mehr aber war, selbst während einer doppelten Überzahl und obwohl für den Torhüter ein sechster Feldspieler aufs Eis ging, für die Gäste nicht drin: Pfosten, Latte sowie letztlich immer wieder der hervorragend aufgelegte Stuttgarter Goalie verhinderten den Ausgleich und retteten den Landeshauptstädtern den Sieg.

Niederlage ist kein Beinbruch

Für die Kasik-Truppe war diese Niederlage unglücklich und vermeidbar, ein Beinbruch aber ist sie nicht. Die Eisbären führen nun mit einem Fünf-Punkte-Polster die Tabelle an. Um Primus zu bleiben, sollten sie am besten die letzten drei Spiele gewinnen. Die nächste Partie findet nach zwei spielfreien Wochenenden am Samstag, 7. März, 19.45 Uhr, zu Hause gegen den Tabellenletzten Mannheim statt.