Die Stadt hat einen Plan vorgelegt, wie das Freiburger Eisstadion saniert werden kann. Foto: Alexander Blessing

Eine Machbarkeitsstudie hat bestätigt: Die Generalsanierung der „Echte-Helden-Arena“ in Freiburg ist möglich.

Die Stimmung war angesichts der Nachrichten bei allen Beteiligten bei der Pressekonferenz am Montag gut: Die Eishalle im Freiburger Westen, in dem Profisport und Breitensport praktiziert werden, hat eine Zukunft. „Die Machbarkeitsstudie zeigt: Eine Sanierung der Echte-Helden-Arena kann funktionieren – das ist eine gute Perspektive für die Zukunft des Breiten- und Profieislaufsports in Freiburg und der Region“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. „Das ist eine riesen Chance für den EHC Freiburg und alle angegliederten Vereine, die die Eishalle nutzen“, ordnet EHC-Vorsitzender Michael Müller ein. Es sei eine „jetzt-oder-nie-Situation“, so Müller.

 

Die Ausgangslage Die „Echte-Helden-Arena“ in direkter Nachbarschaft zum Westbad ist sanierungsbedürftig. Ein Neubau ist aus finanziellen Gründen nicht realisierbar. Der Gemeinderat hat die Stadt Anfang des Jahres mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, um herauszufinden, ob eine Sanierung im Bestand möglich ist.

Halle soll im Bestand saniert werden

Die Pläne Die Stadt hat gemeinsam mit dem EHC Freiburg ein Konzept entwickelt, dass eine Sanierung im Bestand möglich macht. Dafür soll die Halle durch ein Gebäude rechts und links daneben ergänz werden, auf denen dann das Dach aufgelastet wird. „Wir haben den Bestand intensiv geprüft und wissen nun, dass eine Sanierung technisch machbar ist. Viele Gebäudeteile können erhalten und ertüchtigt werden, andere werden neu gebaut“, erklärt Baubürgermeister Martin Haag.

Die Kosten Die Kosten belaufen sich nach der aktuellen Planung auf 39 Millionen Euro. Eine zweite Eisfläche, wie es sich die Vereine, die die Halle nutzen, wünschen würden, ist bei der Machbarkeitsstudie nicht betrachtet worden.

Freiburg hofft auf Bundesförderung

Die Finanzierung Die Stadt Freiburg plant, 30 Millionen Euro beizusteuern. Dabei könnte ein neu geschaffenes Förderprogramm des Bundes der Stadt helfen. In den kommenden drei Jahren fördert der Bund mit rund einer Milliarde Euro die Sanierung von kommunaler Sportinfrastruktur. Bei einer genehmigten Förderung wäre ein Zuschuss von bis zu acht Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt möglich. Der EHC Freiburg muss für die Sanierung neun Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuern. Eine großzügige Spende hat der EHC bereits an Land gezogen. Maximilian Zimber-Morat, dessen Familie die Eigentümer der Donaueschinger Firma IMS-Gear ist, steuert fünf Millionen Euro bei. „Wir sind Maximilian Zimber-Morat dankbar, dass er uns mit seiner großzügigen Spende einen Schritt näher an unser Ziel bringt“, sagt EHC-Vorsitzender Müller. Die Lücke von vier Millionen Euro möchte der EHC aus Mitteln aus den eigenen Reihen sowie weiteren Spenden generieren.

Das Freiburger Eisstadion ist in die Jahre gekommen. Foto: Alexander Blessing

Der Zeitplan Am 9.12. entscheidet der Freiburger Gemeinderat, ob die Pläne für die Sanierung auf den Weg gebracht werden. Gibt er grünes Licht, wird die Stadt die Förderung beim Bund beantragen. „Die Förderung für die erste Runde muss bis zum 15. Januar beantragt werden“, erklärt Finanzbürgermeister Stefan Breiter. Für den Fall einer Zusage müsse das Bauprojekt bis 2031 abgeschlossen sein, so Breiter.

Die Umsetzung Die Sanierung soll in drei Bauphasen jeweils in der Sommerpause vorgenommen werden. Projekte aus anderen Städten hätten gezeigt, dass die Arbeiten im laufenden Betrieb möglich seien. Für den EHC und die anderen Vereine würde dies Beeinträchtigungen bedeuten, die die Beteiligten aber gerne in Kauf nehmen. Zur Saison 2031/2032 soll der Eishockeyclub dann den Spielbetrieb in der modernisierten Arena aufnehmen können.