Mötzingen baut schrittweise die Ladestruktur für E-Mobilität aus.Die erste Ladesäule wurde am Rathaus eingeweiht. Weitere sollen folgen.
Der Anlass ist betont feierlich gehalten – und öffentlich für die Mötzinger Bürger. Die Gemeinde hat am Rathaus einen kleinen Stehempfang mit Bewirtung vorbereitet. Bürgermeistermeister Benjamin Finis freut sich, offiziell die erste Ladesäule in Mötzingen einweihen zu können.
Klar, andere Kommunen seine diesen Schritt schon früher gegangen. Man habe sich in Mötzingen intensiv mit der Energiewende befasst und gesehen, was man tun könne.
Weitere Säule am Freizeitgelände
Die Elektrifizierung des Verkehrs bezeichnet Finis als „Mobilität der Zukunft“. In Mötzingen gehe man diesen Weg in Etappen. „Die erste Ladesäule ist ein Symbol“, sagte Finis. Der erste Schritt. Eine weitere Ladesäule soll im Wengenweg beim Mötzinger Freizeitgelände aufgebaut werden.
Neben der schnellladefähigen Säule am Rathaus gibt es noch zwei Ladestellen in der angrenzenden Tiefgarage – für jene, die etwas mehr Zeit haben.
Finis blickte zurück auf die Entscheidungsfindung im Gemeinderat, wo man sich auch mit der Frage beschäftigt habe, ob man die Ladestelle mit einem Car-Sharing-Angebot verknüpfen wolle. Zunächst entschied man sich dagegen. Ein späterer Einstieg bleibt dennoch möglich.
Ortsfremde Autos nutzen Station
Wie viele E-Autos in Mötzingen genutzt werden, bleibt dabei unklar. Gemeinderat Rainer Stefanek schätzt aber, dass der Anteil noch gering ist und sich oft auf dienstlich genutzte Fahrzeuge beschränkt. Aber in der ersten Zeit der Nutzung wurden schon einige ortsfremde Nummernschilder an der Ladestation gesehen.
Finis spricht auch bewusst an, dass die Ladesäule an diesem Standort nicht allen gefallen könnte. Doch es gebe eben sehr unterschiedliche Lebensentwürfe – und denen wolle man auch gerecht werden. Dass mit der Ladesäule auch Parkplätze zur Nutzung derselben reserviert werden, ist einem bewusst, wird aber als nicht so kritisch gesehen.
Gemeinde an Erlös beteiligt
Der Weg für die Ladestation wurde zwar von der Gemeinde bereitet. Eingerichtet und betrieben wird sie aber on einem privaten Anbieter, dem Unternehmen SI Energy mit Sitz in Mannheim. Sie setzt bundesweit Projekt um. Bis jetzt hat sie in Mötzingen eine mittleren fünfstelligen Betrag investiert. An den Erlösen der Ladestation wir die Gemeinde Mötzingen finanziell mit einem Anteil von fünf Prozent beteiligt. Das, so Finis, sei auch gut für die Gemeindekasse.
Das Projekt betreut hat Michael Kosmider von SI Energy. Er freue sich, das man in Mötzingen einen Standort habe verwirklichen können. Die tatsächliche Umsetzung eines solchen Projekts sei relativ zeitintensiv. Im Durchschnitt würden rund zwei Jahre vergehen, bis eine Ladesäule in Betrieb gehe.