Ein heftiger Blitz hat die Schwenninger aufgeschreckt und zu einem Stromausfall geführt. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa

Die Schwenninger sind während eines Gewitters von einem enormen Blitzeinschlag aufgeschreckt worden. Für manche Haushalte hatte dies Auswirkungen.

„Es war eine gewisse Druckwelle zu spüren!“ So beschreibt der Schwenninger Gottfried Schmidt den Blitzeinschlag, der am Sonntagnachmittag die Stadt erschüttert hat. Auch in den sozialen Netzwerken meldeten sich zahlreiche Bürger, die von wackelnden Scheiben, einem „mega“ Einschlag und einem „Krachen“ berichteten – kurz darauf seien teilweise sowohl Strom als auch Internet und Telefon ausgefallen.

 

Die Blitzortung von Kachelmannwetter bestätigte den heftigen Einschlag um 17.58 Uhr im Bereich der Röntgenstraße – und zwar eingeordnet in der höchstmöglichen Kategorie als „wilder Hausrüttler“. Dies ist an die möglichen Auswirkungen und die geschilderte Druckwelle angelehnt, die von dem Blitz ausgelöst wurde. Laut Kachelmannwetter handelte es sich um einen Erdblitz mit einer Stärke von 123.000 Ampere Spitzenstrom.

Blitz mit hohem Gefährdungspotenzial

Experten zufolge liegen nur etwa fünf Prozent aller Blitze über dem Schwellenwert von 100.000 Ampere – die meisten Blitze liegen grob im Bereich von etwa 20.000 bis 50.000 Ampere –, weshalb es sich um einen Einschlag mit hohem Gefährdungspotenzial für Menschen, Gebäude und Technik handelt.

Während bei Gebäuden Brandgefahr sowie Schäden an Dach und Mauerwerk entstehen können, führt der Einschlag bei Technik zu Ausfällen oder Zerstörungen von Geräten, Überspannungsschäden und Störungen in Kommunikations- und Steuerungssystemen.

Strom bleibt für zwei Stunden weg

Die Stadtwerke VS bestätigten die von den Bürgern genannten Folgen des Einschlags, wie Pressesprecherin Susanna Schmidt gegenüber unserer Redaktion erklärte. So sei es im Bereich der Röntgenstraße sowie des Virchowwegs zu einem Stromausfall gekommen, der von etwa 18 bis 20 Uhr angedauert habe. Grund sei die Beschädigung einer Anlage gewesen – die Experten der SVS hätten die Probleme jedoch lösen können.

Unklar ist, ob der heftige Blitzeinschlag möglicherweise sogar einen Feuerwehreinsatz ausgelöst hat. Denn wenige Augenblicke nach dem wilden Hausrüttler löste bei IMS Gear im Gewerbegebiet Salzgrube (knapp zwei Kilometer entfernt) die Brandmeldeanlage aus. Ein Löschzug eilte daraufhin zu dem Betrieb – vor Ort konnte nach Angaben der Feuerwehr kein Auslösegrund festgestellt werden.

Auch weitere, größere Schäden sind bislang nicht bekannt geworden.