Mit Liedern, Segenswünschen und großem Engagement sammeln die Sternsinger Spenden für Kinder in Tansania, Brasilien und Indien.
Mit der Sternsingeraktion, welche die weltweit größte Hilfsorganisation von Kindern für Kinder ist, werden weltweit bedürftige Kinder unterstützt, damit diese bessere Zukunftsperspektiven haben. Seit mehr als 50 Jahren wird diese Tradition auch in Geislingen gepflegt – Jahr für Jahr mit erstaunlichen Spendensummen.
Im Festgottesdienst an Dreikönig, der vom Kirchenchor feierlich umrahmt wird, werden die Sternsinger ausgesendet. Danach ziehen etwa 110 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter von 5 bis 70 Jahren durch die Straßen der Sonnenstadt.
Aufkleber mit demSegensgruß
Die heiligen Dreikönige bringen mit ihren Sprüchen und Liedern den Segen in jedes Haus und schreiben den Wunsch „C+M+B – Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) entweder an die Haustüren oder sie bringen einen Aufkleber mit dem Segensgruß mit. Hauptsache ist – egal ob modern oder im alten Stil - dass das Haus für das Jahr 2026 gesegnet wird.
Ganz nebenbei werden von den Königen an diesem Tag Spenden für drei verschiedene Projekte gesammelt. In diesem Jahr wird das Projekt „Mbinga Loreto“ in Tansania unterstützt. Es handelt sich um eine Schule und Heim für körperbehinderte Kinder. Hier können körperbehinderte Kinder und Kinder aus schwierigen Verhältnissen ab dem Schulalter wohnen. Schwestern, Kinder und Mitarbeiter bauen auf eigenen Feldern und im Garten Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf an.
Das zweite Projekt, das mit der anstehenden Aktion unterstützt wird ist die Kindertagesstätte „Creche Raio de Sol“ in Atibaia in Brasilien. Das Erziehungszentrum „Sonnenstrahl“ für vorschulpflichtige Kinder, welches bereits vor über 25 Jahren gegründet wurde, gehört zu den Aufgabengebieten der Schönstätter Marienschwestern. Begleitet wird das Projekt von Beginn an von Schwester Marione Ginter, die von der lokalen Bevölkerung sehr geschätzt wird, da sie Hausbesuche macht und Familien in Notsituationen unterstützt.
Auch der Geislinger Bevölkerung ist Schwester Marione seit vielen Jahren keine Unbekannte, immer wieder erreichen die Kirchengemeinde Briefe und Fotos, die über die Verwendung der Spendengelder berichten.
Segensbriefe, wenn niemand da ist
Beim dritten Projekt handelt es sich um ein Projekt in Tiruppur, Nadu in Indien bei dem Kindern eine Schulausbildung und Jugendlichen eine Berufsausbildung angeboten wird. Es soll so verhindert werden, dass die Kinder und Jugendlichen in Tiruppur – auch T-Shirt-City genannt, da hier etwa ein Drittel der Textilien Indiens für den Export produziert wird – die Schule abbrechen um ohne geregelte Arbeitszeiten etwa 16 Stunden täglich zu arbeiten.
Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen hinterlassen in Häusern, in denen niemand anzutreffen war, Segensbriefe. Diese enthalten Informationen zu den drei Projekten und einen Überweisungsträger, damit auch diese Haushalte die Chance haben, die Sternsingeraktion zu unterstützen.
Zudem freuen sich die Könige über Süßigkeiten, die unter den Königen und verschiedenen sozialen Projekten aufgeteilt werden.