Bärbel Freimann arbeitet im Souvenirshop Arkaden an der Donauquelle. Sie schätzt vor allem den Austausch mit den Gästen. Foto: Hannah Martin

Magnete, Gläser oder auch Kuckucksuhren – im Souvenirshop an der Donauquelle zeigt sich, was Touristen als Erinnerung mit nach Hause nehmen wollen

In Berlin ist es das Stück Mauer, in London der Miniatur-Big Ben: Souvenirs sind für viele ein Muss im Urlaub. Aber welche Andenken nehmen Touristen aus Donaueschingen mit nach Hause? Beim Besuch im Souvenirladen Arkaden an der Donauquelle zeigt sich: Die Auswahl an Mitbringseln ist groß und geht weit über die klassische Postkarte hinaus. Kuckucksuhren, Kühlschrankmagnete, Gläser und Tassen, Nussknacker, Schlüsselanhänger vom Donaueschinger Ortsschild oder der Donauquelle sowie Metallschilder, Schneekugeln, Armbänder, Kappen, Schnaps und Schürzen – das alles können Besucher hier als Erinnerung oder Geschenk für jemand anderen kaufen. Oft sind auf den Andenken klassische Schwarzwaldmotive zu sehen wie der Hirsch, der Bollenhut oder traditionelle Trachtenfiguren.

 

Mitarbeiterin Bärbel Freimann verrät: „Alles von der Quelle läuft sehr gut. Aber Magnete sind das A und O hier, die werden am meisten gekauft.“ Gleich drei Drehständer mit unterschiedlichen Magneten, die aussehen wie Postkarten, gibt es im Laden. Oft sind sie sogar die erste Anlaufstelle für alle, die ihn betreten. Seitdem der Souvenirladen im April wieder seine Türen öffnete, liefen aber auch die Schürzen mit Hirsch und rotem Bollenhut darauf sehr gut.

Internationales Publikum

Das Publikum ist international. „Es kommen viele Polen, Ungarn, Österreicher oder auch Schweizer“, erzählt Freimann. „Einmal war sogar ein Australier hier.“ Natürlich kämen aber auch viele Gäste aus ganz Deutschland. Die 69-Jährige schätzt an ihrem Job vor allem den Austausch und die Kommunikation mit den Besuchern. „Das ist toll, wenn man sich unterhalten kann und fragen kann, woher die Leute kommen.“ Auf Englisch muss sie sich zwar mit Händen und Füßen verständigen, so wie auch heute, als ein Paar auf Englisch wissen will, wo sie ihre Postkarten abgeben können. Aber: „Irgendwie versteht man sich doch“, sagt Freimann lächelnd.

Magnete sind im Souvenirladen in Donaueschingen besonders beliebt. Im ganzen Laden gibt es gleich drei Magnetständer. Foto: Hannah Martin

Aber kaufen Ungarn oder Schweizer andere Dinge als zum Beispiel Deutsche? Bisher hat Freimann das so nicht festgestellt. „Das ist ganz unterschiedlich“, sagt sie. „Es geht eigentlich alles mal weg. Aber die Polen kaufen allgemein immer sehr viel. Schmuck oder Ähnliches für ihre Familien, wenn sie nach Hause fahren.“

Neben klassischen Postkarten kann man im Souvenirladen an der Donauquelle unter anderem auch Kappen und Kuckucksuhren kaufen. Foto: Hannah Martin

Der Souvenirshop hat saisonal von April bis Oktober geöffnet. Aktuell ist noch wenig los, nur vereinzelt verirren sich Menschen in den Laden in der Fürstenbergstraße. „Wenn Ferienzeit ist, ist das anders“, sagt die Mitarbeiterin. „Gerade bei schönem Wetter machen ja auch viele Radtouren und Tagesausflüge.“

100 Leute an Wochenenden

An Wochenenden sei generell deutlich mehr los als unter der Woche. Dann kämen etwa 100 Leute am Tag in den Laden, so wie zuletzt am langen Pfingstwochenende. Mit Beginn der Sommerferien im Juli werden wohl stetig mehr Besucher dem Souvenirshop einen Besuch abstatten und ein kleines Andenken an Donaueschingen und den Schwarzwald mitnehmen.

Der Tourismus boomt

Laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg
hatte der Südliche Schwarzwald unter den drei Schwarzwald-Regionen 2025 die höchsten Touristenzahlen. Zwischen Januar und September waren es knapp 2,9 Millionen Ankünfte und 7,9 Millionen Übernachtungen. Die Übernachtungszahlen lagen damit auf Vorjahresniveau. Auf den Süden entfielen 2025 sogar 41 Prozent aller Schwarzwald-Übernachtungen. Die Region verzeichnete zuletzt eine stabile Nachfrage und eine hohe Auslastung in der Hotellerie, trotz leicht rückläufiger Anzahl an internationalen Gästen.