Die Installation von 35 neuen Mülleimersensoren in den Innenstädten, wie hier in den Ringanlagen am Kaiserturm in Villingen, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur „Smart City“. Oberbürgermeister Jürgen Roth (von links), Andreas Hofacker sowie Max Lorse vom Amt für Digitale Transformation und IT, Stanislav Bondarev und Jan Hirt von den Technischen Diensten VS stehen für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts. Foto: Stadt VS/Theresa Bendel

Die Stadt VS treibt ihre Digitalisierung voran und stellt ein neues Projekt vor: 35 öffentliche Mülleimer werden mit Füllstandssensoren ausgestattet.

Die Digitalisierung der Stadtverwaltung und Infrastruktur in VS habe das Ziel, den Alltag der Bürger spürbar zu verbessern.

 

Bereits heute seien zahlreiche Projekte umgesetzt oder in Umsetzung: von der Bereitstellung verschiedener Online-Bürgerservices mit dem Zusatzangebot von Videoberatungen über die Einführung eines digitalen Mängelmelders bis hin zu moderner IT‑Ausstattung für Schulen und Dienststellen, informiert die Stadt.

Auf dieser Grundlage erweitert die Stadt nun ihr Portfolio: In den Innenstädten von Villingen und Schwenningen werden 35 öffentliche Mülleimer mit Füllstandssensoren ausgestattet. Die digitalen Helfer sollen dafür sorgen, dass Villingen‑Schwenningen sich verstärkt von seiner sauberen Seite zeigen kann.

Aufgeräumtes Stadtbild

Und wie funktioniert das? „Die Sensoren melden den Füllstand der Behälter in Echtzeit und ermöglichen so eine bedarfsorientierte Leerung. Das führt zu einem aufgeräumten Stadtbild, reduziert unnötige Leerungsfahrten und trägt zu einer effizienteren Nutzung städtischer Ressourcen bei“, zeigt die Stadt weiter auf.

Das Projekt werde im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) umgesetzt und sei ein konkretes Beispiel dafür, wie die Digitalisierungsstrategie der Stadt unmittelbar die Stadtgestaltung beeinflusst. „Mit unserer Digitalisierungsstrategie gehen wir die notwendige Transformation unserer Stadt und Stadtverwaltung aktiv an, um uns zu einer noch moderneren Stadt zu entwickeln, von der dann alle Bürgerinnen und Bürger profitieren“, so Oberbürgermeister Jürgen Roth.

Denn für ihn ist Digitalisierung nicht bloß ein Schlagwort, sondern Teil des Konzeptes, um auf vorhandenen Fachkräftemangel und die Haushaltskonsolidierung aktiv zu reagieren. „Mit dem Beispiel dieser neuen Sensoren zeigen wir, wie technische Lösungen konkrete Verbesserungen bringen – weniger Fahrten, mehr Sauberkeit und höhere Aufenthaltsqualität. Dazu mehr Zeit für die Fachkräfte, um sich um das Wesentliche zu kümmern.“

Von Robotic Process bis KI

Neben Maßnahmen, die unmittelbar der Bevölkerung zugutekommen, stellt die Verwaltung ihre internen Prozesse ebenfalls digitalisiert auf. Kürzlich sei SAP erfolgreich in den ersten Verwaltungseinheiten eingeführt worden, und die Einführung von Microsoft 365 für modernes Arbeiten in der Stadtverwaltung sei erfolgreich gestartet.

Das digitale Postmanagement befinde sich in der Vorbereitung und werde in einem der kommenden Schritte umgesetzt. „Robotic Process Automation sowie der Einsatz von KI sorgen bereits dafür, Mitarbeiter zu entlasten und Prozesse schneller abzuarbeiten“, heißt es weiter.

Online-Bürgerbüro

Ein besonders moderner Ansatz werde auch mit dem Online-Bürgerbüro verfolgt. Per Videosprechstunde kann der Behördengang für Anliegen zu Wohngeld, Ausländerwesen sowie Gewerbewesen vom Küchentisch aus erledigt werden.

Auf der Website der Stadt Villingen-Schwenningen www.villingen-schwenningen.de gelangen Interessierte auf viele Online-Prozesse.

„Mit dem Plus an Bürgerservice, Sauberkeit und Effizienz sind wir auf dem richtigen Weg. Diese Art der Digitalisierung ist der entscheidende Hebel, mit dem wir die Stadt in vielen Bereichen voranbringen“, so Oberbürgermeister Jürgen Roth.