Mit dabei waren (von links): Regionsvertreter Mitte/Nord Dieter Blaeß, Bezirksvorsitzender Willi Seid, Chefranger Charly Ebel, Schwarzwaldvereinspräsident Meinrad Joos, Nationalparkleiter Wolfgang Schlund, Dorothea Polle-Hohl und Jörg Schött. Foto: Lothar Schwark

Rund um den Ruhestein wurde am Wochenende das 160-jährige Bestehen des Schwarzwaldvereins gefeiert. Wer wollte, konnte an Sternwanderungen und Radtouren teilnehmen, sich unterhalten, informieren und verköstigen lassen.

Mit Sternwanderungen und Radtouren zum Ruhestein feierte der Schwarzwaldverein vergangenen Sonntag sein 160-jähriges Bestehen. Bereits am frühen Sonntagmorgen machte sich Nationalparkleiter Wolfgang Schlund mit rund 40 Begleitern auf den Weg, um vom Schliffkopf aus über eine 4,3 Kilometer lange Strecke den Ruhestein anzupeilen. Dabei brachte er seinen Gästen die Schönheit der Natur nahe. Unterstützt wurde er dabei vom zunehmenden Sonnenschein, der die Natur in ein mildes Grün tauchte. Der diesjährige Regen hat dem Nationalpark Schwarzwald sichtlich gut getan.

 

Chefranger Charly Ebel war mit 35 Personen aufgebrochen, um den Gästen den nagelneuen Spechtpfad vorzustellen. Die Hälfte seiner Begleiter war jünger als zehn Jahre. Ebel war erstaunt, welch ein Grundwissen die Kinder mitbrachten. Mit etwas Glück können Besucher auf dem Pfad Buntspecht, Grauspecht, Schwarzspecht, Wendehals und Dreizehenspecht entdecken. Darüber freut sich auch der Schwarzwaldverein, der seit Mai 2024 Nationalparkpartner ist.

Ebenso standen Touren über den Seekopf/Wildseeblick an. Eine Tour durch das Rotmurgtal wurde von Urs Reif angeführt. Hier waren auch Mitglieder des Schwarzwaldvereins Oberes Murgtal unterwegs. Der Ortsverein Achern des Schwarzwaldvereins steuerte mit dem Rad den Ruhestein an. Ziele waren das Nationalparkgebäude und der Bereich in Richtung der Ruhesteinschanze.

Wegenetz umfasst 24 000 Kilometer

In Herrenwies wurden die Flößer aus Altensteig mit ihrem Floß zum Blickfang. Im Nationalparkzentrum hatte Bezirkswegewart Alexander Häußler einen Infostand aufgebaut. Zu erfahren war, dass der Schwarzwaldverein mehr als 200 Ortsvereine hat und ein Wegenetz von 24 000 Kilometern betreut. Mit rund 55 000 Mitgliedern ist er der älteste Wanderverein Deutschlands. Vom Schwarzwaldverein markierte Wegstrecken bilden ein Netz, das alle bedeutsamen Wanderziele und Orte erschließt.

Der kleine Idefix und die Damen genossen das Rahmenprogramm. Foto: Lothar Schwark

Auskünfte vor Ort übermittelten der Bezirksvorsitzende Willi Seid, der Regionsvertreter Mitte/Nord Dieter Blaeß und Jürgen Rust von der Region Nord. Schwarzwaldvereinspräsident Meinrad Joos ließ es sich nicht nehmen, zum Ruhestein zu kommen.

Beim bunten Familienprogramm kam keine Langeweile auf. Für Unterhaltung sorgten die Jagdhornbläser aus Gengenbach sowie die Musikfreunde aus Neuweiler. Beim Publikum kam die Aufführung der Erwachsenen-Tanzgruppe „Gschnörglde“ aus Neuweiler gut an. Und beim Food-Truck des Naturparks Schwarzwald Mitte Nord „Wilde Sau“ herrschte reger Betrieb.

Die Jagdhornbläser aus Gegenbach Foto: Lothar Schwark

Ein Höhepunkt war ein Gespräch zwischen Joos und Schlund. Die Fragen stellte Jörg Schött, Pressesprecher des Schwarzwaldvereins.

Gottesanbeterin auf dem Schliffkopf

Eine Frage bezog sich auf den Klimawandel. Schlund betonte, der Klimawandel sei bereits in vollem Gang. Das erläuterte er am Beispiel der Gottesanbeterin, die mittlerweile auf dem Schliffkopf gesichtet wurde. Ansonsten ist das Insekt nur im Rheintal oder in Mittelmeerregionen beheimatet. Auch die Trockenheit der vergangenen fünf Jahre habe der Natur zugesetzt.

Deftige Burger waren gefragt. Foto: Lothar Schwark

Als Forstmann sieht auch Joos den Klimawandel als Bedrohung für den Wald. Zudem ermunterte er die Zuhörer dazu, auch mal Urlaub in der Heimat zu machen.