Vor Kurzem warteten einige Fahrgäste auf die Hesse-Bahn – doch die kam einfach nicht. Die Deutsche Bahn spricht von einer „unglücklichen Verkettung technischer Umstände“.
Erst hatten die Betroffenen kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu.
So ließe sich wohl die Situation einiger Fahrgäste beschreiben, die Mitte März erfolglos auf die Ankunft der Hesse-Bahn warteten. Denn der Grund dafür, dass der Zug nicht kam, dürfte kein alltäglicher gewesen sein.
Äußerst seltenes Szenario
„Aufgrund einer unglücklichen Verkettung technischer Umstände kam es leider zu kurzzeitigen Fahrtausfällen“, erklärt das zuständige Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio, 100-prozentige Tochter der Deutschen Bahn, auf Anfrage unserer Redaktion.
An jenem Tag, einem Sonntag, sei zunächst an einem der regulär eingesetzten Fahrzeuge eine technische Störung aufgetreten, „die eine unmittelbare Überprüfung erforderte“.
Normalerweise werde in einem solchen Fall auf ein bereitstehendes Reservefahrzeug zurückgegriffen.
Aber: „Leider kam es an diesem Tag zu einem äußerst seltenen Szenario: Genau in diesem Zeitraum meldete auch das Ersatzfahrzeug eine Störung im Ladesystem der Batterie und konnte daher nicht für den Fahrgastbetrieb freigegeben werden“, berichtet DB Regio.
Zeitgleich nicht verfügbar
„Da somit kurzfristig beide Züge zeitgleich nicht zur Verfügung standen, ließen sich vereinzelte Ausfälle trotz aller Bemühungen nicht vermeiden. Uns ist bewusst, wie ärgerlich solche Unterbrechungen sein können“, heißt es weiter. „Wir möchten uns im Namen von DB Regio aufrichtig entschuldigen.“
Auch das Landratsamt bedauert den Zugausfall. Ab voraussichtlich Anfang April, berichtet Sprecherin Mara Müssle, sollen Fahrgäste in einem solchen Fall aber immerhin über Fahrgastinformationsanzeiger an den Hesse-Bahn-Stationen über die aktuelle Betriebslage und eventuelle Verspätungen informiert werden.
Bis dahin werden Fahrgäste gebeten, sich über den DB Navigator oder unter www.bahn.de kundig zu machen.