Dauchingen beschließt die zweite Fortschreibung der Ortskernsanierung bis 2029. Neue Projekte wie eine Heizzentrale sollen das Dorf noch attraktiver machen.
Damit die Attraktivität des Ortsbilds von Dauchingen weiter zunimmt, schaffte der Gemeinderat hierfür die notwendigen Voraussetzungen.
Einstimmig votierte er für die zweite Fortschreibung der Sanierung Ortsmitte gemäß dem städtebaulichen Entwicklungskonzept.
Der Beschluss war ein unverzichtbarer Schritt im Hinblick auf die seit dem Jahr 2018 erfolgreich umgesetzte Sanierung des Dorfkerns.
Zeitpunkt sei ideal
Projektplanerin Stephanie Witulski von den Planern der integrierten Stadtentwicklung STEG bezeichnete den Zeitpunkt der beantragten Verlängerung um weitere zwei Jahre bis Ende 2029 als günstig. Mit dem Bau des Hauses der Gesundheit am westlichen Rand des sanierten Dorfplatzes und dem Aufeinandertreffen des Kaufs von drei Grundstücken zwischen der Vorderen und der Deißlinger Straße ergibt sich ein neuer Fokus, der unter dem Titel Sanierungsgebiet nördlich der Kirchgasse umschrieben werden kann.
Witulksi zeigte auf, dass sich der Erhalt und die Weiterentwicklung der bislang mit großem Erfolg umgesetzten Neugestaltung des Ortsbilds fortsetzt. Verbunden mit einer Fortschreibung ist zudem, dass sich der neue Gebäudebestand in Größe und Dimension am vorhandenen Gebäudebestand orientieren muss. „Zudem ist dort der Gemeinde das Vorkaufsrecht eines Grundstücks für den Bau einer Heizzentrale einzuräumen, um den Bewohnern in den angrenzenden Gebäuden eine klimaschonende Wärmeversorgung zu garantieren.“ Witulski erläuterte, dass das Vorkaufsrecht im Falle der Realisierung von Vorhaben die dem Allgemeinwohl dienen greift.
Bürgermeister Torben Dorn hoffte auf die zweite Fortschreibung. „Wir sind im achten Jahr der Ortskernsanierung und hätten dann noch vier Jahre vor uns.“
Dorn peilt Sanierungsziele an
Dorn sprach von einem idealen Zeitfenster um die geplanten Sanierungsziele noch zu erreichen. Günter Klotz (UB) pflichtete Dorn bei. „Wir sollten die Chance zur Fortschreibung nutzen, auch wenn ich mir eine Heizzentrale im Bereich nördlich der Kirchgasse aktuell nur schwer vorstellen kann.“
Witulski erläuterte, dass verkehrstechnisch du aus Sicherheitsgründen eine Tiefgaragenzufahrt in diesem Bereich nicht zulässig ist. „Wir haben in einem ersten Entwurf gesehen, was nun möglich ist und sollten im kommenden Jahr damit beginnen alles konkretisieren“, ergänzte Günther Haffa (UB). Er ergänzte, dass unterstützend auch eine Veranstaltung mit Bürgerbeteiligung vorstellbar sei.
In der Sitzung machte der Gemeinderat im Anschluss bereits von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch, als er den Kauf des Grundstücks Vordere Straße 30 beschloss, auf welchem unter Einbezug der angrenzenden Teilflächen eine Heizzentrale entstehen soll. Die hierfür erforderlichen Mittel sind bereits im Haushalt 2026 eingestellt.