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Coronavirus Wie Supermärkte mit der Pandemie umgehen

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In vielen Supermärkten sind bereits an den Kassen Plexiglaswände installiert, um die Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen. Foto: dpa

Region - Abstand halten, regelmäßiges Desinfizieren aller Oberflächen, Plexiglaswände - die Corona-Pandemie stellt auch den Einzelhandel vor Herausforderungen. Wie gehen Supermarktketten mit der Situation um?

Die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter steht laut Mitteilungen der Unternehmen stets an erster Stelle. "Wo der Kundenzulauf dies notwendig macht, beschränken wir den Zugang zu den Märkten. Dies kann sowohl durch Einlasskontrollen als auch durch die Beschränkung der Anzahl der Einkaufswagen beziehungsweise -körbe geschehen", informiert Kristina Schütz, Sprecherin der Rewe Group.

Das Hygienekonzept des Unternehmens sieht vor, dass alle Märkte täglich mehrmals gereinigt werden. Zum Schutz der Mitarbeiter statten Rewe und Penny sie zusätzlich mit Handdesinfektionsmitteln, Hygienehandschuhe und Handcremes aus und installieren Schritt für Schritt im Kassenbereich durchsichtige Schutzscheiben.

Alle Märkte weisen außerdem die Kunden mit Schildern und Durchsagen auf die Hygienevorschriften hin. Dazu gehören das Niesen und Husten in die Armbeuge, Händehygiene und das Abstandhalten zu anderen. "Einen wichtigen Beitrag zum Schutz können also auch unsere Kunden leisten, indem sie sich besonnen und respektvoll verhalten", resümiert Schütz.

Wenn möglich ohne Kinder einkaufen

Real hat Verhaltensregeln aufgestellt, die bundesweit gelten: Alleine einkaufen - möglichst auch ohne Kinder -, Abstand halten, wenig anfassen, bargeldlos bezahlen. "Dabei geht es selbstverständlich nicht darum, dass Kinder nicht erwünscht sind, sondern dass im Sinne der derzeit gebotenen sozialen Distanzierung möglichst wenig Personen unterwegs sind", stellt Sprecher Markus Jablonski klar. "Dennoch ist uns auch klar, dass es sich nicht immer vermeiden lässt, dass die eigenen Kinder zum Einkaufen mitgenommen werden. Daher werden diese Kunden auch nicht gemaßregelt oder vom Einkaufen abgehalten." Die Mehrheit der Kunden würden sich an die Vorgaben halten.

Darüber hinaus hat Real zusätzliche Maßnahmen eingeleitet, um der Infektionsgefahr entgegenzuwirken: Desinfektionsspender in den Eingängen und an den Kassen, das Einstellen der Brotschneidemaschine und der Saftpresse, sowie der Verzicht auf Verkostungen.

Auch außerhalb der Filialen gelten Vorschriften. So läuft der Lieferdienst mittlerweile kontaktlos ab. Der Fahrer stellt dabei die Ware ab und der Kunde nimmt sie wieder hoch.

Um den Hamsterkäufen entgegenzuwirken hat Real die Warenlogistik seit Anfang März umgestellt. Gefragte Nahrungsmittel wie Konserven, Nudeln, Reis und Hygieneartikel werden nun mehrmals pro Woche angeliefert.

Informationen über Social Media

Auch in mehreren Filialen von Aldi Süd werden zurzeit Plexiglasscheibe an den Kassen installiert. In den Filialen, über Social Media und anderen digitalen Kanäle weist das Unternehmen seine Kunden auf die Hygiene- und Abstandsregeln sowie kontaktloses Bezahlen hin. "Aufgrund behördlicher Auflagen oder wenn das Kundenaufkommen sehr hoch ist und der von der Bundesregierung geforderte Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern zu anderen Kunden und unseren Mitarbeitern nicht mehr eingehalten wird, kann es mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen", sagt Tobias Neuhaus, Sprecher des Unternehmens.

Laut Neuhaus entspannt sich jedoch aktuell die Lage in den Filialen. "Zum einen scheinen viele Kunden ihre Einkäufe nun getätigt zu haben. Zum anderen scheinen die Vorsichtsmaßnahmen und die allgemeine Akzeptanz neuer Verhaltensregeln Wirkung zu zeigen." Immer mehr Kunden würden sensibler und rationaler mit der Situation umgehen.

Behörden entscheiden

Schilder, Abstandsmarkierungen, Hinweise zum bargeldlosen Bezahlen und erhöhte Hygienemaßnahmen sind auch bei Edeka Südwest Standart. Für die Mitarbeiter stehen Flächen- und Handdesinfektionsmittel an den Kassen bereit. Außerdem bekommen sie zusätzliche Pausen.

"Darüber hinaus planen wir den Einsatz von Plexiglaswänden", sagt Sprecher Florian Heitzmann. "Dort, wo es Anordnungen gibt, wie der Zutritt zu Lebensmittelmärkten reguliert werden muss, werden diese von den Märkten vor Ort umgesetzt."

Die Entscheidung, welche Schutzmaßnahmen in Supermärkten getroffen werden müssen, liegt bei den zuständigen Behörden. Deshalb sind die Unternehmen laut eigenen Angaben im Austausch mit der Politik und Kommunen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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