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Coronavirus Steht die Fastnacht 2021 auf der Kippe?

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Der Rottweiler Narrensprung ist einer der Höhepunkte in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht und einer der traditionellen Umzüge im Südwesten. Kann er im kommenden Jahr stattfinden? Foto: dpa

Bad Dürrheim - Macht die Corona-Pandemie auch der Fastnacht 2021 einen Strich durch die Rechnung? Aus Sicht der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) ist es für Absagen aktuell noch zu früh.

"Wir sind der Auffassung, dass zum derzeitigen Zeitpunkt kein Grund besteht, die Fastnacht abzusagen", sagte VSAN-Präsident Roland Wehrle. Sollte sich die Coronakrise aber durch eine zweite Welle wieder verschärfen, müsse man erneut abwägen. "Natürlich haben wir ein Recht auf unsere Fastnacht, gerade als Kulturerbe. Aber genauso hoch wiegt die Verantwortung für die Allgemeinheit."

Lage wird nach den Sommerferien bewertet

Der VSAN wolle bis nach Sommerferien warten und die Lage anschließend bewerten. "Aber für mich ist der Maßstab: Wenn die Bundesliga wieder mit normalem Publikum spielt, können wir auch unsere Fastnacht in irgendeiner Form durchführen", sagte Wehrle.

Bislang seien bei den Mitgliedszünften noch keine Veranstaltungen abgesagt worden. "Wir müssen ja irgendwann auch wieder zur Normalität zurück, nicht nur aus gesundheitlicher und gesellschaftspolitischer Sicht, sondern auch wirtschaftlich." Wenn große Feste ausfielen, betreffe das auch Brauereien, Bäckereien und den Getränkehandel.

Kein Prinzenpaar beim Mannheimer Karneval

Im Karneval dagegen gibt es bereits die ersten Absagen für die Saison 2021. So wird es beispielsweise bei der Karneval-Kommission in Mannheim im kommenden Jahr kein Prinzenpaar geben. "Da müssten wir jetzt schon in die Planung, das könnte keiner verantworten", sagte Präsident Thomas Dörner.

Momentaner Stand sei es, auch auf die Saalfastnacht zu verzichten. "Aber das gilt unter den derzeitigen Voraussetzungen. Sollte sich die Lage ändern, werden wir die Maßnahme auch korrigieren."

Zuvor hatte der SWR berichtet. Grund für den Verzicht seien unter anderem Auflagen wie die Abstandsregeln, sagte Dörner. Ein nur halb gefüllter Saal lohne sich schon finanziell nicht. "Außerdem möchten wir unser Publikum nicht unnötig gefährden."

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