Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Corona-Lockerungen Kitas und Grundschulen öffnen am 29. Juni

Von
Die Klassenräume in Grundschulen sind bald wieder mit Leben gefüllt - genauso wie die Kitas. (Symbolfoto) Foto: elena – stoke.adobe.com

Stuttgart - Jetzt ist es amtlich: "Ab 29. Juni können alle Kinder in die Kita und die Grundschulen zurückkehren." Das verkündete Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in der Landespressekonferenz.

Zuvor hatte die grün-schwarze Landesregierung gemeinsam mit Vertretern der Universitätskliniken in Ulm und Heidelberg die Ergebnisse einer Studie zu Kindern und Coronavirus vorgestellt.

Siehe auch: Kitas öffnen definitiv Ende Juni

Für die Studie wurden etwa 5000 Menschen, die keine Symptome hatten, auf das Virus und auf Antikörper getestet, darunter 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor rund zwei Wochen erste Erkenntnisse der Studie präsentiert: Demnach könne ausgeschlossen werden, dass Kinder besondere Treiber des aktuellen Infektionsgeschehens seien.

Schulen, Einrichtungen und Träger wurden bereits informiert

Bedingung für die Öffnung von Kindergärten und Grundschulen sei jedoch die Einhaltung strenger Hygienevorschriften. Das Abstandsgebot zwischen Kindern könne zwar aufgehoben werden, allerdings müssten die Gruppen getrennt bleiben, hieß es weiter. Notwendig sei auch eine erweiterte Teststrategie für Lehrer sowie für Erzieher, so Kultusministerin Susanne Eisenmann. Die Öffnung von Kitas und Grundschulen sei nicht nur auf Basis der vorliegenden Studie beschlossen worden, sondern auch nach den Erkenntnissen anderer Untersuchungen. Eine zweite Infektionswelle gelte es zwingend zu verhindern.

Was die Grundschulen angeht, geht es für alle Kinder wieder in den Präsenzunterricht. Dafür würden die Klassen in Gruppen aufgeteilt. Gemeinsames Spielen auf dem Schulhof sei nicht möglich. Man lasse den Schulen individuelle Spielräume, das Ministerium gebe einen Rahmen zu Hygiene und weiteren Vorgaben vor. Am Morgen nach dem Beschluss des Kabinetts seien alle Schulen sowie Kita-Träger und rund 9000 Einrichtungen informiert worden.

40 Prozent an Kitas zählen zur Risikogruppe

Eine Schulpflicht im herkömmlichen Sinne werde es nicht geben, so Eisenmann. Die Eltern könnten frei entscheiden, falls das Kind nicht in die Schule kommen wolle.

Auf die Frage, wie viele Stunden die Grundschulen anbieten werden, antwortete die Ministerin: "Wir gehen davon aus, dass wir guten Präsenzunterricht anbieten können." Drei bis vier Stunden Unterricht sollten an den Schulen demnach möglich sein. Zum Hintergrund gab die Ministerin zu bedenken, dass 20 Prozent der Lehrer zur Risikogruppe gehörten, bei den Erziehern seien es über 40 Prozent.

Weil das Personal aus diesen Gründen nicht vollumfänglich zur Verfügung stehe, habe man für ein Jahr ein Höchstmaß an Flexibilität ermöglicht. Es könne zusätzliches Personal eingesetzt werden, auch Quereinsteiger seien möglich. Ebenfalls möglich sei eine Betreuung außerhalb der eigentlichen Kita, etwa in einem Gemeindesaal.

Klassen und Gruppen bleiben getrennt

An den Kindergärten werde man am 29. Juni in die sogenannte "vierte Phase" eintreten, so Eisenmann. Ab 17. März gab es die Notbetreuung an Kitas, gefolgt von der erweiterten Notbetreuung ab 27. April. In Phase drei gibt es seit 18. Mai einen "eingeschränkten Regelbetrieb", und Ende Juni ginge es nun in den "Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen".

Alle Kinder würden ab dann wieder betreut, dennoch hätten Eltern und Kinder mit Einschränkungen zu leben: Klassen (Schulen) und Gruppen (Kitas) bleiben getrennt, eine Vermischung sei vorerst nicht mehr möglich.

"Wir sind eben immer noch während Corona und nicht nach Corona", erklärte die Kultusministerin abschließend.

Artikel bewerten
30
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.