Carmen Soudani aus Laufen wird sich in Zukunft nicht mehr retten können vor Besuchen zum Essen: Bei der ZDF-Küchenschlacht tritt sie täglich den Beweis an, dass die Älbler Küche Gourmets begeistert.
„Sieht schon mal schön aus! Finde ich eine sehr, sehr tolle Idee“, schwärmt Jurorin Zora Klipp von der Tofu-Frikadelle, die Carmen Soudani am dritten Tag der ZDF-Küchenschlacht zubereitet hat. Vegetarisch sollte es sein, und damit hat die sympathische Laufenerin nun gar kein Problem, denn ihre Tochter und deren Lebensgefährte seien beide Vegetarier, wie sie Moderator Mario Kotaska verraten hat. Im Hause Soudani wird also regelmäßig fleischlos gekocht.
Aus dem Schwärmen kommt die Jurorin, die gelegentlich auch selbst die Küchenschlacht moderiert, indes gar nicht mehr heraus, als sie mit sichtbarem Genuss die Tofu-Frikadelle verspeist. „Würzig, aromatisch, toll gewürzt, schön ausgebacken!“
Dann knöpft sich die Jurorin die Spätzle vor, die Carmen Soudani zu ihrem vegetarischen Hauptgericht serviert, und es wäre doch gelacht, wenn die waschechte Älblerin damit nicht punktete: „Sehen selbst gemacht aus, halten, gute Konsistenz“, betont sie und fügt mit Blick auf das Gesamtkunstwerk hinzu: „Schmeckt so richtig schön deftig nach Hausmannskost, lecker!“ – während den Zuschauern der Nachmittags-Kochsendung vermutlich aus allen Himmelsrichtungen das Wasser im Mund zusammenläuft und wohl viele von ihnen in den Fernseher reinkriechen möchten, um mitzuessen.
Jurorin Zora Klipp gerät ins Schwärmen: „Die Kräuter kommen gut durch!“
Auch für die Bohnen aus dem Backofen hat Klipp nur Bestnoten: Schön gegart, ein bisschen knusprig. Und die Champignon-Kräuter-Soße? „Nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht geronnen, schmeckt schön nach Pilz, die Kräuter kommen gut durch!“ Am Ende hat Zora Klipp „einen ganz klaren Tagessieger, weil es einfach ein richtig schöner Hauptgang war“ – zum zweiten Mal in dieser Woche heißt die Beste unter den Hobby-Köchen im Hamburger Studio Carmen Soudani.
Nicht ganz zum Tagessieg gereicht hatte es am Dienstag für Carmen Soudani mit ihrer Knoblauchsuppe mit Jakobsmuscheln im Schinkenmantel, und Pfannenbrot mit Rucola-Pesto, mit der die Perfektionistin selbst nicht ganz zufrieden war: „Mein Pfannenbrot ist nicht durch!“
„Eine superschwierige Suppe!“
„Das Pesto hat eine wunderschöne Farbe“, schwärmte Jurorin Meta Hiltebrand und bescheinigte der Albstädterin Kochkunst: „Das ist eine superschwierige Suppe für Gäste. Ich mag es, dass es diesen einzigartigen Knoblauchgeschmack hat“ – da sei es spürbar, dass der Knoblauch nicht einfach mitgemixt, sondern mitgegart wurde.
Dass der Teig des Pfannenbrotes nicht ganz durch war, hat die Schweizer Jurorin freilich nicht überrascht: „Wer tut sich das an, Brot zu machen in 35 Minuten?“ fragte sie rhetorisch. „Dafür sind aber die Jakobsmuscheln perfekt gelungen! Der Trick, die zu halbieren und kleinere Stücke daraus zu machen“, kam bei ihr gut an. „Mutig, sowas hier zu servieren – und zum Glück hab ich es probiert“, schwärmte die Jurorin, während Carmen Soudani über das ganze Gesicht strahlte.
Den Garnelen-Tatar auf Melonen-Avocado-Creme mit gebratener Garnele, gefüllte Gurkenröllchen und Schinken-Chips konnte die 49-Jährige zwar diesmal nicht übertrumpfen, doch der hohe Aufwand, den Carmen Soudani betrieben hatte, und ihr Mut hielten die Laufenerin schließlich im Rennen.
Das nächste Mal ist Carmen Soudani am Donnerstag, 11. Juli, ab 14.15 Uhr in der Küchenschlacht zu sehen – dann geht es um den Einzug ins Finale.