Bei der Durchsuchung in Rottweil geht es um illegale Prostitution. (Symbolbild) Foto: terovesalainen - stock.adobe.com

Bei einer Großrazzia in acht Bundesländern mit 800 Beamten der Bundespolizei wurde auch ein Objekt in Rottweil durchsucht. Wir erfahren von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt nähere Details.

Schleuserkriminalität und illegale Prostitution standen im Fokus, als am Donnerstagmorgen bei einer großangelegten Razzia Durchsuchungen in acht Bundesländern starteten. Rund 800 Beamte der Bundespolizei, acht Steuerfahnder und eine Staatsanwältin haben 40 Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein, Niedersachen, Thüringen und Bremen durchsucht. Drei Verdächtige wurden verhaftet. Die Beschuldigten sollen Chinesinnen eingeschleust und als Prostituierte im ganzen Bundesgebiet beschäftigt haben.

 

Auch Rottweil wird in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt genannt. Doch um was genau ging es bei dem Einsatz? Geht es auch hier um illegale Prostitution – wie beispielsweise in einem Massage-Salon in Calw?

Durchsuchung in Tagesterminwohnung

Auf Nachfrage erklärt die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt, dass in Rottweil eine sogenannte Tagesterminwohnung durchsucht worden sei. In derartigen Wohnungen oder Hotelzimmern sollen die Beschuldigten chinesische Prostituierte eingesetzt haben.

Telefone und Datenträger sichergestellt

Festnahmen habe es in Rottweil nicht gegeben, so der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. „Sichergestellt wurden Mobiltelefone, ein Datenträger und ein Bargeldbetrag im oberen dreistelligen Bereich“, erklärt er.

Im Südwesten fanden die Durchsuchungen neben Calw und Rottweil auch in Ehningen, Karlsruhe, Singen, Kappel-Grafenhausen, Aalen und Karlsdorf-Neuthard statt.

Zoll und Steuerfahndung zuletzt vor Ort

Bereits im März hatte in Rottweil eine großangelegte Kontrolle für Aufsehen gesorgt. Zoll und Steuerfahndung waren bei Rottweiler Händlern und Gastronomen unterwegs. Es handelte sich um eine risikoorientierte Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung mit dem Schwerpunkt „Einhaltung des Mindestlohns“.