Tamara Alich freut sich, gemeinsam mit den Menschen und ihren Ideen vor Ort das Leben in Sulz besser zu machen. Denn dabei kann jeder mitmachen, ist sie überzeugt.
„Das Schöne ist, dass ich eine Verbindung zwischen Bürger, Politik und Verwaltung herstellen kann“, freut sich Tamara Alich. Sie ist nämlich die neue Ansprechpartnerin rund um Bürgerengagement und Bürgerbeteiligung.
So könne man gemeinsam Dinge zur Stärkung der Gemeinschaft umsetzen, weitet sie den Fokus. Aktuell drehe sich da zum Beispiel viel um die „Sorgende Gemeinschaft“. „Eine Frau hat Begleithunde und will sie für Seniorenheime zur Verfügung stellen“, nennt Alich ein Projekt.
Hilfe beim Smartphone
Die Bewohner können die Vierbeiner, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen haben, streicheln, füttern oder einfach nur mit ihnen spielen – was automatisch zu Bewegung und Interaktion sowie viel frohem Lachen führt.
Aber auch „Digitale Fitness“ sei ein Thema. Ältere Menschen, die Fragen zur Nutzung von Smartphones und Apps haben, können diese den Ehrenamtlichen, die sich damit auskennen, stellen und so selbst langsam „Experten“ werden.
Zusammen Neues schaffen
„Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und habe jetzt die Möglichkeit, sie und ihre Ideen zusammenzubringen“, erklärt sie. Es sei ein ungemein spannendes Aufgabenfeld, mit den Leuten und ihren Projekten, die sich für ein besseres Gemeinwohl der Stadt und der Teilorte einsetzen, zu beschäftigen.
„Man kann gemeinsam etwas erreichen und Neues schaffen“, kommt Alich ins Schwärmen. Und das wollen auch die jeweiligen Initiativen, die sich bereits in den Teilorten gebildet haben. „In offenen Treffpunkten können junge und alte Menschen zusammenkommen“, nennt sie ein weiteres Beispiel. So könne auch die Teilhabe Älterer gefördert werden.
Das neue Rathaus
„Wie kann ich das Leben in der Kernstadt und den Teilorten noch lebenswerter machen?“, fragt die 36-Jährige. Und betont, dass jeder, der dazu eine Idee habe, mitwirken könne. Aber nicht nur das ehrenamtliche Engagement der Bürger steht bei ihr im Fokus – auch die aktive Beteiligung.
„Bürgerbeteiligung ist gelebte Demokratie – jeder hat eine Stimme und kann sich aktiv vor Ort einbringen“, hebt sie hervor. So wie in Fischingen. Dort laufen gerade die Überlegungen, wie die Bürger bei der Sanierung des Rathauses einbezogen und ihre Ideen und Wünsche einbringen können.
Kontakte knüpfen
Der nächste Schritt sei dann, zu schauen, wie die Vorschläge aus der Bürgerschaft umgesetzt werden können. Aber auch in Mühlheim tut sich was. Da ist nämlich ein Neubürger-Empfang geplant, bei dem sowohl die neu zugezogenen Bürger willkommen geheißen werden als auch die Vereine des Ortes sich vorstellen können.
Darüber hinaus wolle Alich die erste Zeit nun darauf verwenden, zu netzwerken und die Aktiven vor Ort kennenzulernen. Spannend sei für sie dabei besonders der Umgang mit den verschiedenen Menschen und deren Meinungen.
Mit viel Feingefühl
Ihre Ausbildung hatte die Empfingerin 2007 im Landratsamt Freudenstadt angefangen, wo sie bis vergangenes Jahr auch noch tätig war. Aber dann sah sie die Stellenausschreibung für Sulz. „Für mich war klar: Ich passe genau auf die Stelle“, beschreibt sie diesen Moment.
Denn neben der Arbeit im Landratsamt war sie auch selbstständig im Gesundheitswesen tätig und absolvierte eine Ausbildung im Coaching-Bereich. „Ich bringe Feingefühl für verschiedene Menschen und ihre Interessen mit“, weist sie auf ihre besonderen Stärken hin. Mit ihnen will sie die Gemeinschaft in Sulz stärken.