Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth (rechts) und Alexander Lehmann waren bei der „Darts-Bürgermeisterschaft“ erfolgreich. Foto: Gemeinde Gutach

Das Netzwerk Junge Bürgermeister hat die erste deutsche „Darts-Bürgermeisterschaft“ organisiert. Auch Hofstettens Rathauschef Martin Aßmuth ging in Berlin an den Start.

Darts hat in den vergangenen Jahren einen echten Boom erlebt, wird längst nicht mehr als „Kneipensportart“ belächelt. Auch Hobbyspieler versuchen sich an Turnieren. Nun gab es sogar die erste selbst ernannte „Darts-Bürgermeisterschaft“. Auch Hofstettens Rathauschef Martin Aßmuth war bei dem Wettkampf in Berlin am Start – und das mit Erfolg. Am Ende holte er den zweiten Platz.

 

„Die Idee kommt zum Teil auch von mir“, erklärt Aßmuth im Gespräch mit unserer Redaktion. Das Netzwerk Junge Bürgermeister hat sich das Format ausgedacht. Der Verein setzt sich für die Weiterentwicklung der Kommunalpolitik ein (siehe Info). Aßmuth ist selbst im Netzwerk engagiert, sitzt im Bundesvorstand des Vereins. Nun stand die Jahreskonferenz der „Jungen Bürgermeister“ an und bevor es zwei Tage lang um Diskussionen, Vorträge und Co. ging, traten knapp 40 Teilnehmer bei dem Darts-Turnier an.

Turnier als Gelegenheit zum Netzwerken

„Sich auszutauschen und zu netzwerken, ist besonders wichtig“, findet Aßmuth. Und dazu bot die „Bürgermeisterschaft“ im Berliner Stadtteil Weißensee eine gute Gelegenheit. Knapp 40 Starter hatten sich angemeldet. Der Großteil des Teilnehmerfeldes bestand aus Rathauschefs. Der spätere Sieger war jedoch kein Bürgermeister, sondern ein Mitarbeiter der Berliner Geschäftsstelle des Netzwerks. Der Wettstreit sollte auch einen karikativen Zweck haben. Das gesammelte Startgeld ging an die Plätze Eins bis Drei und die wiederum spendeten das Geld.

„Am Ende war es doch überraschend“, gibt Aßmuth mit Blick auf seinen Podestplatz zu. Bekannt ist der Hofstettener schließlich eher für seine Liebe zum Fußball. In der Nationalmannschaft der Bürgermeister steht er im Tor. Aber auch der Sport mit den spitzen Pfeilen ist ihm nicht fremd. „Ich spiele ab und zu“, erzählt er. Im Keller hänge bei ihm eine Dartscheibe. Dort trainierte er zusammen mit seiner Tochter auf die „Darts-Bürgermeisterschaft“ im „Ally-Pally-Kommunal“ wie das Netzwerk Junge Bürgermeister den Turnierort in Anlehnung an den Darts-Weltmeisterschaft-Austragungsort Alexandra Palace nannte.

Auch wenn in Berlin keine Profis dabei waren, niedrig sei das Niveau keinesfalls gewesen, erinnert sich Aßmuth. „Der ein oder andere spielt Darts im Verein“, so der Hofstetter. In der Gemeinde profitieren nun gleich mehrere Initiativen von der „Bürgermeisterschaft“. „Mein Preisgeld von 750 Euro spende ich an den Förderverein Kindergarten und Grundschule zur Unterstützung des Tanzprojekts, welches im Juli allen Kindern in der Schule zu gute kommen soll“, erklärt Aßmuth. Grund zur Freude gibt es auch bei den Ukraineunterstützern von „Hofstetten hilft“. Der Verein bekommt das Preisgeld in Höhe von 1500 Euro des Siegers der „Darts-Bürgermeisterschaft“. Die hatte Alexander Lehmann, Mitarbeiter des Netzwerks Junge Bürgermeister, für sich entschieden. Lehmann habe von der Hofstettener Hilfsorganisation erfahren und wollte den Verein so unterstützen, freut sich Aßmuth.

Zwei Vereine profitieren von den Preisgeldern

Im Anschluss ans Turnier folgten zwei Tage voller Vorträge, Podiumsdiskussionen oder Themenrunden. Ein Thema sei „Kommunale Resilienz“ gewesen, berichtet Aßmuth. Interessant seien dabei besonders die Erfahrungen aus der Ukraine gewesen, so der Hofstettener Bürgermeister. Auch für seine Gemeinde habe er Konkretes von der Berliner Jahreskonferenz mitnehmen können, erklärt Aßmuth. So wolle er mit Blick auf den Bevölkerungs- und Zivilschutz einen „Musternotfallplan“ erarbeiten.

Das Netzwerk

Das Netzwerk Junge Bürgermeister ist ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Weiterentwicklung der Kommunalpolitik voranzubringen. Als Zusammenschluss junger Bürgermeister und kommunalpolitisch interessierter Personen setzt sich das Netzwerk eigenen Angaben nach dafür ein, Ansehen und Sichtbarkeit der Kommunalpolitik als Grundpfeiler der Demokratie zu stärken. Die Mitglieder verbinden eine andere, junge Sicht auf die kommunalen Dinge. Als „junge Bürgermeister“ versteht der Verein alle, die bei ihrer letzten Wahl jünger als 40 Jahre alt waren. In der Region sind das unter anderem Jonas Breig (Biberach, 33 Jahre) und Philipp Klotz (Kappel-Grafenhausen, 28 Jahre).