Freuen sich über den gelungenen Neustart in der Bücherei Rangendingen: Leiterin Monika Wannenmacher (von links), Verena Scheibe und Sofia Tummarello Foto: Roth

Die Rangendinger Bücherei ist seit Anfang September in die Trägerschaft der Gemeinde übergegangen. Perspektivisch gibt es den ein oder anderen Wunsch.

Die Räumlichkeit ist gewohnt, das Ausleihprinzip ebenfalls: Trotzdem weht seit Anfang September ein frischer Wind durch die Rangendinger Bücherei. Denn: Seither ist das ehrenamtliche Team um Leiterin Monika Wannenmacher in die Trägerschaft der Gemeinde übergegangen. Zuvor war die Bücherei in die katholische Kirchengemeinde eingegliedert.

 

„Wir haben uns eine Verwaltung vor Ort gewünscht“, berichtet Monika Wannenmacher im Gespräch mit der Redaktion. Mit dem Rathaus in der Nachbarschaft sei dieser „direkte Draht“ nun gegeben. Diesen Wunsch hegte das achtköpfige Büchereiteam schon länger. Daher sei man an Bürgermeister Manfred Haug herangetreten und habe die Chance ausgelotet, sich an die Gemeinde anzukoppeln. Im Rathaus sei ihr Vorschlag auf positive Resonanz gestoßen, der Gemeinderat hat zugestimmt.

Buchbestand übernommen

Kürzlich wurde der Neustart feierlich begangen. Neben einem Bücherflohmarkt sprach Bürgermeister Haug Begrüßungsworte. „Es war richtig voll“, freut sich die Bücherei-Leiterin über den gelungenen Auftakt nach den Sommerferien.

Dankbar ist sie auch der katholischen Kirchengemeinde. Diese hat der Bücherei den Buchbestand nämlich kostenlos überlassen. „Das freut uns sehr. Sonst wären wir bei Null gestartet.“ Zwar sei das Budget für neue Bücher unter der Trägerschaft der Gemeinde gestiegen, mehrere tausend Medien auf einmal anzuschaffen wäre dann aber doch etwas teuer gewesen.

Den Wechsel in die Trägerschaft der Gemeinde habe das Büchereiteam genutzt, um ordentlich auszumisten. Heißt: Alte Bücher, die nur noch selten ausgeliehen wurden, wichen zeitgemäßen Alternativen. Auch mithilfe zahlreicher Buchspenden sei das Repertoire auf einen aktuellen Stand gehoben worden. Rund 3500 Medien warten auf die Büchereibesucher.

Hauptkunden sind Kinder

Die Hauptkunden sind nach wie vor Kinder und Jugendliche. „Tonies sind sehr gefragt“, berichtet Monika Wannenmacher weiter. Auch den Bestand an den beliebten Musikboxen samt Zubehör möchte sie mittelfristig ausbauen. Dazu soll auch das Angebot für Erwachsene attraktiver werden. Zeitschriften wie die „Stiftung Warentest“ oder „Geo“-Magazine werden verstärkt in den Bestand aufgenommen.

Ausleihe bleibt kostenlos

Für die Besucher der Bücherei in Gemeindehaus ändert sich wenig. Die Ausleihe ist nach wie vor kostenlos; die Mahngebühr bei Verpassen der Rückgabefrist sei minimal.

Nach dem erfolgreichen Wiederbeginn haben die ehrenamtlichen Betreuer der Bücherei perspektivische Zukunftswünsche. „Die Onleihe zu ermöglichen wäre schön“, spricht Wannenmacher über ein digitales Ausleihportal. Weiter sei die Rangendinger Bücherei hinsichtlich des Medienbestandes auf die Räumlichkeiten im Gemeindehaus begrenzt. Daher sei auch eine Vergrößerung der Bücherei denkbar.

Ausgebaut werden soll das bereits bestehende Angebot an Veranstaltungen: Beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten, der Grundschule, dem Mehrgenerationenhaus oder am Frederick-Tag. An letzterem vermittelt das Regierungspräsidium eine Autorin, die zum Vorlesen nach Rangendingen kommt. Man darf gespannt sein, was sich in der Rangendinger Bücherei künftig noch tut.

Die Bücherei im Gemeindehaus ist mittwochs und donnerstags, von 16 bis 18 Uhr, geöffnet.