Beim Zweckverband läuft derzeit die Ausführungsplanung für die Verlegung des Breitbands in Gremmelsbach. Der Startschuss für die Bauarbeiten soll im Frühjahr fallen.
Zur vierten und wohl auch letzten Sitzung des Jahres trafen sich die Mitglieder des Ortschaftsrats Gremmelsbach nicht wie üblich im Rathaus oder im Dorfgemeinschaftshaus – Thomas Weisser hatte ins Haus der 1000 Uhren an der Gutach eingeladen.
Das wohl dringendste Anliegen – neben drei Baugesuchen, von denen zwei auch tags darauf im Gemeinderat beraten wurden – war der Fortschritt in Sachen Breitband. Ortsvorsteher Helmut Finkbeiner klärte auf Nachfrage des Bürgers Klaus Faller unter anderem über die Kostensituation auf: Da die derzeit gültige Formulierung des Bundes eine Förderung sowohl weißer (weniger als 30 MBit je Sekunde im Download) als auch grauer (zwischen 30 und 100 Mbit je Sekunde) Flecken vorsehe, sei praktisch überall in Gremmelsbach eine 100-Prozent-Förderung gegeben – bis ins Haus.
Im Haus selbst müsse der Eigentümer die Kosten übernehmen. Dabei rate er jedem, genau das in Anspruch zu nehmen und mit dem Anbieter Stiegeler einen Vertrag abzuschließen – wer nur eine Ablage an der Grundstücksgrenze vornehmen lasse, hinterlasse einem Nachnutzer seines Hauses unnötige Kosten. Ein späterer Anschluss verursache Grabarbeiten, die dann selbst bezahlt werden müssten. Darüber werde es aber noch eine Informationsveranstaltung geben.
Faller fragte auch wegen der Mitverlegung der Trinkwasserleitungen nach – diese würden, soweit noch nötig – mit verlegt. Im Frühjahr sollen dann die Druckerhöhungsanlagen verbaut werden, wo sie nötig seien.
EGT verlegt Freileitungen
Teilweise habe sich auch die EGT dazu entschlossen, die Arbeiten zu nutzen, um viele ihrer Freileitungen mit in die Erde zu verlegen. Und – an vielen Stellen gebe es bereits Dreikammer-Leerrohre, bei denen noch zwei Kammern frei seien.
Derzeit stehe beim Zweckverband nach Rücklauf der Fragebögen die Ausführungsplanung an. In den Wintermonaten soll dann die Ausschreibung erfolgen, so dass der Tiefbau dann im Frühjahr, gemeinsam mit Schonachbach, losgehen könnte.
Flächendeckende Glasfaserversorgung bis 2027
Es werde zwei Cluster geben, der Cluster I im unteren Teil des Dorfes werde ohne Trinkwasser verlegt, der Cluster II soll durch Grabgemeinschaften mit Unterstützung durch einen Unternehmer verlegt werden. Perspektivisch sei davon auszugehen, dass Ende 2026 bis Frühjahr 2027 eine flächendeckende Glasfaserversorgung möglich sei.