Ein Brand am Holzwerk in Peterzell hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Foto: Raphael Sickinger

Ein Brand am Holzwerk in Peterzell hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Offene Flammen und starke Rauchentwicklung sorgten für Alarmstufe.

Ein Brand am Holzwerk in Peterzell hat am Donnerstagmittag gegen 12 Uhr einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen entstand das Feuer vermutlich außerhalb eines Spänebunkers und griff nicht – wie zunächst befürchtet – von innen heraus auf die Anlage über.

 

Wie Einsatzleiter Christoph Kleiner mitteilte, war die Feuerwehr zunächst über die Brandmeldeanlage alarmiert worden. Zeitgleich gingen jedoch mehrere Meldungen ein, dass offene Flammen im Bereich hinter einem Spänebunker sichtbar seien. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich diese Lage.

Schlimmeres verhindert

Mitarbeiter vor Ort sowie die Feuerwehr konnten die Flammen zunächst mit Feuerlöschern eindämmen und kleinere Glutnester im Außenbereich ablöschen. Die Vermutung war zunächst, dass es im Spänebunker brennt und sich das Feuer von innen nach außen entwickelt hat, so Kleiner. Inzwischen deute jedoch vieles darauf hin, dass es sich um ein äußeres Brandereignis gehandelt habe, bei dem Rauch und Hitze in den Bunker hineingezogen wurden.

Ein Atemschutztrupp kontrollierte die betroffenen Bereiche. Foto: Raphael Sickinger

Ein Übergreifen der Flammen ins Innere konnte durch das schnelle Eingreifen verhindert werden. Atemschutztrupps kontrollierten die betroffenen Bereiche und räumten Teile der Anlage frei, um Wände und Material auf mögliche Hitzeschäden zu überprüfen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung bereits auf der Anfahrt hatte die Feuerwehr die Alarmstufe frühzeitig erhöht und zahlreiche Kräfte nachalarmiert. Von St. Georgen und Peterzell waren Einsatzkräfte vor Ort, ein Teil der Einheiten befindet sich weiterhin in Bereitschaft, während die Einsatzmaßnahmen vor Ort inzwischen schrittweise zurückgefahren werden. Insgesamt waren laut Feuerwehr 45 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge im Einsatz.

Erinnerung an 2011 werden wach

Bei einem Blick zurück
werden Erinnerungen wach Bereits im Jahr 2011 kam es beim Holzwerk in Peterzell zu einem Brand. Damals stand ein Holzlager an der B 33 in Flammen, mehr als 110 Feuerwehrleute waren bei dem Großbrand im Einsatz. Ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile konnte zwar verhindert werden, dennoch entstand erheblicher Schaden in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Auch die Schwarzwaldbahn musste zeitweise gesperrt werden, der Verkehr auf der B 33 war eingeschränkt. Zudem kam es durch Löschwasser zu einem Fischsterben in der Brigach. Der damalige Einsatz zählt bis heute zu den größeren Bränden in der Region und ist vielen sicher noch in Erinnerung. (lb)