Wer im Polizeihubschrauber Platz nehmen wollte, brauchte etwas Geduld. Foto: Monika Schwarz

Rettungs-und Einsatzorganisationen hautnah konnten die Besucher der Gartenschau am Blaulichttag erleben.

Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, in einem echten Polizeihubschrauber zu sitzen, eine Hochleistungsschmutzwasserpumpe in Aktion zu beobachten oder einem Polizeihund beim Zugriff zuzusehen? All dies – und noch einiges mehr – konnten die Besucher beim Blaulichttag im „Tal X“ erleben.

 

Als fester Bestandteil einer jeden Gartenschau zieht dieser Aktionstag für gewöhnlich große und kleine Besucher gleichermaßen an. Das war im „Tal X“ nicht anders. Unzählige Familien, aber auch Paare und Cliquen nutzen die Gelegenheit für einen Besuch. Gestartet wurde mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Timo Stahl im Spiegelzelt.

Auch Vierbeiner zeigen ihr Können

Die verschiedene Organisationen – dabei waren Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), die Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), Feuerwehr, Johanniter, Polizei, die Bergwacht Obertal und die Malteser – hatten sich da bereits an ihren Standorten positioniert und empfingen die ersten Besucher auf dem acht Kilometer langen Gelände zwischen Schelklewiese und Bärenschlössle.

Mehrere Rettungshundestaffeln verschiedener Organisationen zeigten, was die Tiere drauf haben. Das Technische Hilfswerk (THW) mit Zugführer Michael Eisenbeis demonstrierte, wie viel Power eine Schmutzwasserpumpe mit einer Kapazität von 5000 Litern pro Minute hat. Diese kommt bei Starkregen- und Hochwasserereignissen, wie beispielsweise im Ahrtal, zum Einsatz.

Einsatz nach Ölunfall simuliert

Gleich nebenan simulierte die Baiersbronner Feuerwehr unter der Leitung von Gesamtkommandant Martin Frey die Reinigung eines Gewässers nach einem Ölunfall. Die DLRG zeigte, wie eine Wasserrettung mit Drohnen und Tauchrobotern vonstatten geht. Dafür war extra eine Erkundungseinheit aus Baden gekommen. Auch einen Eisrettungsschlitten hatte die Truppe um Einsatzleiterin Ann-Kathrin Nübel dabei.

Ein ganzes Areal im Gartendorf war von den verschiedenen Abteilungen des DRK belegt. Vom Katastrophenschutz-Container mit verschiedenen Simulationsszenarien über den Rettungsdienst bis hin zum Hausnotruf und der DRK-Tagespflege war alles dabei.

Ermittlungsarbeit nach Mord

Bei der Polizei im „Xentrum“ konnten die Kinder nicht nur Polizeiuniformen anprobieren und sich dabei wie ein echter Polizist fühlen, sie durften auch im extra eingeflogenen Polizeihubschrauber oder im Polizeiauto sitzen. Auch einen Tatort samt Leiche hatte die Polizei nachgebaut, um ihre Ermittlungsarbeit zu demonstrieren.

Eine auf dem Gelände der Firma Wetzel durchgeführte Gebäudebrandübung und ein simulierter Verkehrsunfall bei der Firma Folbb ergänzten das Programm. „Wir zeigen ihnen heute, was wir alles tun, wie wir es tun und welche Möglichkeiten wir im Einsatzfall tatsächlich haben“, erklärte Polizeivizepräsident Mathias Bölle. Er forderte die Besucher auf, aktiv auf die Kollegen zuzugehen: „Alles, was ein Blaulicht auf dem Dach hat, ist heute für sie da.“ Ein Tag wie dieser diene immer auch dazu, das Vertrauen zwischen den Einsatzkräften und der Bevölkerung zu vertiefen.

Auch der Auftritt des Landespolizeiorchester Baden-Württemberg unter Leitung von Stefan R. Halder sorgte bei den Besuchern für wahre Beifallsstürme. Angefangen beim Frühlingsstimmenwalzer über Jazz bis hin zum Radetzky-Marsch überzeugte das Orchester mit einem hohen musikalischen Niveau und unterhielt das Publikums aufs Beste.