Chris Okolie legte beim Auswärtssieg in Karlsruhe elf Punkte und zwölf Rebounds auf. Foto: Roger Müller

Die Black Forest Panthers haben das Regionalliga-Spitzenspiel gegen die College Wizards mit 91:85 nach Verlängerung gewonnen. Rückkehrer Nkosi Kedar überragte mit 36 Punkten.

Pünktlich zum Spitzenspiel gab es bereits im Vorfeld der Partie gute Nachrichten aus dem Lager der Black Forest Panthers: Top-Scorer Nkosi Kedar wurde rechtzeitig fit und stand im Schwenninger Kader, auch wenn er zunächst – ebenso wie der zuletzt angeschlagene Center Chris Okolie – von der Bank kam.

 

Wizards mit Pausenführung

Die Panthers erwischten in einem von viel Körperlichkeit und Tempo geprägten Spiel einen guten Start und entschieden das erste Viertel mit 20:19 für sich. Im zweiten Spielabschnitt schafften es die Gastgeber dann jedoch, das Zepter in die Hand zu nehmen. Angeführt von dem erst Mitte Dezember verpflichteten Ukrainer Vitalii Malchevskyi, der zur Halbzeitpause bereits 13 Punkte zu verzeichnen hatte, gewannen die College Wizards das zweite Viertel mit 20:14 und führten dementsprechend nach den ersten 20 Minuten mit 39:34.

Aufseiten der Panthers war es neben Kedar (zehn Punkte) vor allem der erneut treffsichere Denis Zenelaj, der mit drei Dreiern für starke offensive Akzente sorgte.

Ein Lauf jagt den nächsten

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas wilder, was zunächst den Gastgebern zugute kam, die sich mit einem 5:0-Lauf erstmals mit einer zweistelligen Führung absetzten. Nach einer Auszeit von Headcoach Pascal Heinrichs fanden die Panthers schnell zurück ins Spiel – und legten ihrerseits einen 7:0-Lauf hin. Doch auch nach diesem Hin und Her, das zu einem ausgeglichenen Stand von 16:16 im dritten Viertel führte, gingen die Wizards mit dem gleichen Fünf-Punkte-Polster (55:50) in den letzten Spielabschnitt.

Der überragende Kedar läutete eine packende Schlussphase ein, indem er mit drei erfolgreichen Dreiern in Folge zunächst den 64:64-Ausgleich bestellte und dann die Panthers zweimal (67:66 und 70:68) in Führung brachte. In der letzten Minute hätte es dann Zenelaj sein sollen, der die Panthers über die Ziellinie bringt, nachdem dieser einen Dreier zum 77:73 verwandelte. Doch beim Stand von 78:77 verwandelte er zehn Sekunden vor Schluss nur einen von zwei Freiwürfen. Samuel Stockton bestrafte das eiskalt und rettete die Wizards mit einem Korbleger zum 79:79 in die Verlängerung.

12:6 in der Overtime

In dieser machte Zenelaj seinen vergebenen Freiwurf mit einem tiefen Dreier zum zwischenzeitlichen 86:81 wieder gut. Die Wizards schafften danach in den letzten Momenten der Overtime nicht mehr die Wende. Die Schwenninger entschieden die zusätzlichen fünf Minuten mit 12:6 deutlich für sich und durften mit einem berauschenden Sieg im Gepäck die Heimreise antreten. „Natürlich sticht Nkosis Leistung offensiv heraus, aber am Ende waren es auch unser Wille und unsere Defense, die uns das Spiel gewonnen haben“, resümierte Heinrichs.

Panthers: Etienne (39:37 Minuten/12 Punkte), Zenelaj (35:47/19), Burgunder (33:50/5), Okolie (30:48/11), Kedar (28:15/36), Isbetcherian (25:19/5), Hoppert (14:12/3), Schäfer (11:10/0), Cuic (03:31/0), Stojcevic (02:31/0).