Wir blicken erneut ins Archiv. Vor 20 Jahren ging der Stern von Biathletin Kathrin Hitzer auf.
Sie hatte ihren eigenen Fanclub und siegte insgesamt bei acht Biathlon-Weltcups, sechs davon in der Staffel.
Im Alter von 18 Jahren besuchte Kathrin Hitzer das Skiinternat in Furtwangen. Die Obernheimerin war eines der viel versprechendsten deutschen Biathlontalente.
Zweifache Vize-Weltmeisterin in der Staffel
Im März 2005 nahm sie bei der Junioren-WM im finnischen Kontiolahti teil und wurde aufgrund einiger Schießfelder allerdings „nur“ 13. im Einzellauf. Im Vorjahr war sie noch Vizeweltmeisterin hinter ihrer Teamkollegin Magdalena Neuner geworden. In der Staffel holten beide gemeinsam 2004 und 2005 den Vizeweltmeistertitel.
2005 sollte dennoch ein erster Meilenstein in Hitzers Karriere werden. In der Saison 2004/05 erreichte sie insgesamt in sechs Juniorenrennen eine Podiumsplatzierung, das Einzelrennen in Garmisch-Partenkirchen gewann sie.
Bei Rudi Denkinger den Biathlonsport erlernt
Seinen Anfang hatte alles jedoch im Alter von zwölf Jahren genommen. Nachdem Kathrin Hitzer einige Zeit aktiv Fußball gespielt hatte, begann sie mit dem Skilanglauf. Beim Vater von Biathletin Simone Hauswald, Rudi Denkinger, erlernte sie den Biathlonsport. Nach dem Abitur 2006 wurde sie in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen und zog nach Ruhpolding, um der dortigen Trainingsgruppe beizutreten.
Ihr Debüt im Weltcup feierte sie in der Saison 2006/07 im schwedischen Östersund. Es folgte eine erfolgreiche Biathlonlaufbahn mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen, Verletzungen und Misserfolgen.
Im Jahr 2014 folgt der Rücktritt vom Leistungssport
Im Juli 2012 kam ihre Tochter Lenia Maria zur Welt. In der Saison 2012/13 kehrte Kathrin Hitzer in den Weltcup zurück. Sie konnte aber nicht mehr an ihren früheren Erfolge anknüpfen. Im Mai 2014 erklärte sie ihren Rücktritt vom aktiven Leistungssport.
Die 38-Jährige ist nun Grundschul-Lehrerin
Im Anschluss studierte sie in Salzburg Grundschullehramt. Seit dem Abschluss ihres Studiums ist sie an der Grundschule in Inzell als Lehrerin angestellt. In ihre alte Heimat nach Obernheim kommt sie nicht mehr oft. Das Chiemgau ist die zweite Heimat der heute 38-Jährigen geworden.