Die Zöllner aus Württemberg und Baden stehen mit ihrer Sammelbüchse an der Zollstation in VS-Zollhaus. Foto: Gockel-Gilde Zollhaus

Wenn die historische Zollstation in Zollhaus an der Fasnet aufgebaut wird, dann fahren viele Autofahrer gerne hin und geben ein paar Euro für den guten Zweck.

Bei der närrischen Zollaktion der Gockel-Gilde Zollhaus wird traditionell für eine gemeinnützige Einrichtung in der Region gesammelt.

 

Dafür reisen die Zollhäusler an einem historisch interessanten Ort in der Zeit zurück. Die Grenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden verlief direkt durch das damals noch nicht vereinte Villingen-Schwenningen. 1736 wurde im Zollhaus die erste Zollstation errichtet und ein Wegzoll von den Durchreisenden gefordert.

Die Gockel-Gilde Zollhaus wird am Freitag, 6. Februar, an der Kreuzung Römerweg und Grenzweg eine Zollstation errichten mit Original-Schlagbaum, Wachhäusle und uniformierten Wachmännern.

Die Durchreisenden werden an diesem Nachmittag zwischen 12 und 18 Uhr von den Zöllnern aus Baden und aus Württemberg mit folgendem Spruch freundlich begrüßt: „Laut Verordnung des Königs von Württemberg und des Großherzogs von Baden müssen wir heute, am 6. Februar anno 2026, für die Durchfahrt einen Wegzoll erheben.“

An die Katharinenhöhe

Die gesamten Geldzuwendungen spendet die Gockel-Gilde in diesem Jahr an die Katharinenhöhe in Schönwald. Stephan Maier ist der Geschäftsführer und psychosozialer Leiter dieser Rehabilitationsklinik für krebs- und herzkranke Kinder mit ihren Familien und für junge Menschen. Diese bietet vielfältige Therapiemöglichkeiten für körperliche und psychische Krankheitsfolgen. Dieser ganzheitliche Ansatz bringt den Genesungsprozess zügig voran und eröffnet positive Perspektiven.

Doch nicht nur für die betroffenen Patienten, sondern für die ganze Familie gibt es Hilfsangebote, denn auch die Eltern und Geschwister müssen nach einer Erkrankung innerhalb der Familie einen neuen Weg finden.

Er berichtete der Gockel-Gilde, dass die Klinik jeden Tag vor neuen Herausforderungen steht. Derzeit stehen verschiedene Projekte an, für die der gespendete Wegezoll gerne Verwendung finden soll. Die Ganganalyse in der Physiotherapie müsse neu eingerichtet werden und auch bei der Kunsttherapie werde neues Material gebraucht. In den Kindergruppen würden regelmäßig abwechslungsreiche Spielmaterialien benötigt.

Die Narrenfreunde aus dem Zollhaus freuen sich, wenn viele freundliche „Grenzgänger“ bei dieser Aktion für den guten Zweck vorbeikommen.