Groß ist das Interesse der Frauen aus der Gesamtgemeinde an der Betriebsbesichtigung. Foto: Albert Bantle

Aus allen Nähten platzte das Betriebsgebäude der Firma Heri-Rigoni am Fischbacher Sommerberg bei einer Besichtigung im Rahmen des Frauengesprächs der Gemeinde.

Im Vorfeld seines jährlichen Frauengesprächs hatte Bürgermeister Martin Ragg alle Frauen aus Niedereschach, Fischbach, Kappel und Schabenhausen zu einer Betriebsbesichtigung bei der Fischbacher Firma eingeladen. Er war selbst erstaunt über den dabei zu verzeichnenden Rekordbesuch von annähend 100 Frauen.

 

Firmenchef Adrian Rigoni und sein Vater Armin Rigoni stellten ihre Unternehmen „Heri“ sowie „Emotion-Factory“ vor und gewährten einen Blick hinter die Kulissen beider Betriebe.

Bürgermeister Martin Ragg war voll des Lobes für die auch sozial sehr engagierte Unternehmerfamilie Rigoni, die sich trotz der beruflichen Belastung seit Jahrzehnten die Zeit nehme, um sich im Fischbacher Dorf- und Vereinsgeschehen einzubringen.

Vorsitzender des FC Fischbach

Als Paradebeispiel nannte er Firmenchef Adrian Rigoni, der auch Vorsitzender des FC Fischbach ist. „Solche Leute brauchen wir“, fasste der Bürgermeister zusammen.

Gisela Rigoni hatte vor 65 Jahren zusammen mit ihrem verstorbenen Mann Herbert Rigoni den Familienbetrieb gegründet. Armin Rigoni ließ die wechselvolle und immer wieder den wirtschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen angepasste Firmengeschichte Revue passieren.

Die größte Erfindung seines Vaters, der Kugelschreiber mit Stempel, werde bis heute weltweit vertrieben, habe aber im Zuge der Digitalisierung etwas an Bedeutung verloren.

Besondere Werbeartikel

Hauptumsatzträger sei nun die „Emotion-Factory“, die besondere Werbeartikel für den Handel produziert. Über 200 Produkte gehören zur Angebotspalette. Im vergangenen Jahr kam durch die Übernahme einer weiteren Firma noch ein ganz spezieller Bereich mit Werbeartikeln für Kinder hinzu. „Jeder Auftrag wird individuell gefertigt, und auch auf Nachhaltigkeit wird geachtet“, betonte Adrian Rigoni.

Der Hauptabsatzmarkt sei in Deutschland und Europa. Die individuelle Fertigung auch in kleinen Stückzahlen sei dabei einer der Wettbewerbsvorteile gegenüber der Großkonkurrenz aus Asien. „Unsere Stärke liegt in kleinen Stückzahlen“, fasste Adrian Rigoni zusammen. Zudem wies der darauf hin, dass die Firma auch ausbildet. Aktuell könne man einen Ausbildungsplatz als Lagerist und als Industriekaufmann anbieten.