0:2 – Noah Atubolu kniet nach Aston Villas vorentscheidendem Treffer enttäuscht auf dem Rasen. Foto: dpa/Mustafa Alkac

Das Finale in Istanbul könnte das letzte Spiel von Noah Atubolu für den SC Freiburg gewesen sein. Sein Nachfolger ist Berichten zufolge schon gefunden.

Auch in diesen Sommerurlaub dürfte Noah Atubolu zunächst einmal nicht mit der allerbesten Laune starten. Als er 2025 er mit der U21-Nationalmannschaft das EM-Finale verloren hatte, schlug ihm das zunächst auf die Stimmung, wie er im Vorfeld des Europa-League-Finals in Istanbul berichtete.

 

Dieses Mal sollte es anders laufen, der gebürtige Freiburger wollte mit seinem Heimatverein den ersten großen Titel gewinnen. Weil Aston Villa jedoch binnen weniger Minuten kurz vor der Halbzeitpause gleich zwei Traumtore erzielte, bei denen Atubolu im SC-Kasten absolut machtlos war, wurde es nichts mit dem Titel.

Den Ärger und die Enttäuschung über das verlorene Endspiel wollte der 23-jährige Torwart nach dem Spiel am RTL-Mikrofon auch nicht verbergen. „Ich nerv’ mich gerade, weil wir das Europa-League-Finale verloren haben“, sagte er. Den Stolz über das Erreichte wollte er in diesem Moment noch nicht zulassen.

Dass Atubolu weiter in Freiburg bleibt, ist unwahrscheinlich

In der neuen Saison wird der Verein einen neuen Anlauf nehmen, in der Conference League dürften die Freiburger zum Favoritenkreis zählen. Dass dann weiterhin Atubolu im Freiburger Tor steht, scheint derzeit äußerst unwahrscheinlich.

Denn noch während des Finals in Istanbul machte die Nachricht die Runde, dass Mio Backhaus von Werder Bremen zum SC Freiburg kommen soll. Wie die „Bild“ berichtet, soll der junge Schlussmann für eine Sockelablöse von 15 Millionen Euro aus dem Norden in den Süden wechseln.

Bestätigung steht noch aus

Eine Nachricht, die für Atubolu nach Abpfiff ebenfalls neu war, wie er bei RTL sagte. Eine Bestätigung, dass er den Breisgau verlassen wird, gab es am Mittwoch jedoch nicht: Weder vom Spieler selbst noch von dessen Trainer. „Das ist jetzt völlig der falsche Moment, darüber zu sprechen“, sagte Julian Schuster.

Schon länger gab es Gerüchte über einen Abgang im Sommer

Überraschend käme ein Abschied von Atubolu jedoch nicht, entsprechende Gerüchte gibt es schon länger. Der Vertrag des Stammtorwarts, der sich in den vergangenen drei Jahren zu einem der besten Keeper der Liga entwickelt hat, läuft noch bis 2027 – das Sommertransferfenster wäre damit die letzte Möglichkeit für den Sport-Club, eine stattliche Ablöse für das Eigengewächs zu generieren.

Der Spieler selbst hatte immer wieder gesagt, dass ihn die Premier League reizen würde. Eine Summe im Bereich von 20 Millionen Euro – Atubolus Marktwert – dürfte auf der Insel für kaum einen Club ein Hindernis sein. Das Europa-League-Finale in Istanbul wäre damit Noah Atubolus vorerst letztes Spiel für den Verein aus seiner Heimatstadt gewesen. Wohin sein Weg führt, ist noch offen. An seinem persönlichen Ziel dürfte sich jedoch auch in Zukunft nichts ändern: Ein Finale gewinnen, um danach mit bester Laune in den Sommerurlaub zu fahren.