Von den Penthouse-Dachterrassen des Wohnensembles Walnussweg bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf Hechingen und die Burg Hohenzollern. Investor Felix Denkinger aus Jungingen (links) zeigte ihn während des Richtfests dem städtischen Liegenschaftsleiter Robert Mauz (rechts), Bürgermeister Philipp Hahn und den versammelten Hechinger Stadträten Foto: Hardy Kromer​

Richtfest wurde am Freitagnachmittag auf dem Killberg gefeiert. Im Wohnpark Walnussweg der Junginger Firma Denkinger entstehen 38 Mietwohnungen.

Die Hechinger Stadtsilhouette haben sie schon verändert, die vier weithin sichtbaren, momentan noch backsteinfarbenen „Punkthäuser“, die in der vordersten Killberg-Front in den letzten Monaten gewachsen sind und davon künden, dass sich im hoch gelegenen Neubaugebiet im Norden der Zollernstadt so einiges tut.​

 

Während des Richtfests am Freitagnachmittag hatten geladene Gäste nun die erstmalige Chance, die umgekehrte Perspektive einzunehmen – indem sie von der Penthouse-Terrasse eines der vier Häuser den wahrlich atemberaubenden Panoramablick über Hechingen und die „blaue Mauer“ der Schwäbischen Alb mit der Burg Hohenzollern genossen.

„Es gibt keinen schöneren Blick auf Hechingen als vom Walnussweg aus“, stellte Felix Denkinger im Namen der Junginger Bauherrschaft fest. Und die Stadträte, die sich durch das Gebäude bis nach oben führen ließen, stellten anerkennend fest: „Wirklich beeindruckend!“

Auf die vier Häuser verteilt entstehen in erster Killberg-Reihe 38 Wohnungen, die von der Denkinger Killberg UG allesamt vermietet werden. An Interessenten fehle es nicht, ließ Felix Denkinger wissen. „Mehr als die Hälfte davon kommt nicht aus Hechingen“, stellte er fest. Seine Firma habe Anfragen beispielsweise aus dem Raum Freiburg, aus Neu-Ulm und sogar aus Lübeck im hohen Norden.

Hahn: „Wir empfangenjeden Investor mit offenen Armen“

Den Richtspruch sprach Kevin Dietz, Zimmerermeister bei der Ringinger Firma Dietz, der reimend feststellte: „Die heutige Zeit zeigt ihr Gesicht, ein Dach aus Holz, das seht ihr nicht. Stattdessen waren Beton und Stahl für den Statiker die erste Wahl.“ Was in diesem Fall freilich nicht von Seelenlosigkeit zeugt.

Felix Denkinger sprach von „gehobenem Wohnstandard“ mit vielen bodentiefen Fenstern, komplett automatisierter Belüftung, Aufzug von der Tiefgarage bis zum Penthouse, Barrierefreiheit, Hausmeisterservice und Gestaltungselementen, an denen sein Bruder, der Architekt Simon Denkinger, nicht spare.

Den Baufortschritt lobte Felix Denkinger: „Es läuft wie am Schnürchen. Wir sind über den Rohbau hinaus. Der Innenausbau ist im Gange.“ Sein Lob dafür galt dem Bauleiter Marcel Hetzel und allen beteiligten Handwerksbetrieben. Hechingens Bürgermeister Philipp Hahn sprach von einem „besonderen Meilenstein“ bei der Killberg-Bebauung. Es entstehe „dringend benötigter Wohnraum für unsere wachsende Stadt“. Erfreulich sei, dass die Firma Denkinger Mietwohnungen schaffe. Angesichts der bundesweit schwierigen Lage im Wohnungsbau sei das „alles andere als selbstverständlich“. Der Familie Denkinger bescheinigte er: „Sie setzen ein starkes Zeichen für die Entwicklung unserer Stadt.“

Hahn verriet, dass es bei diesem Projekt nicht bleibe. Kürzlich habe die Stadt ein weiteres, direkt angrenzendes Grundstück an Denkinger verkauft. Schon bald sei erster Baggerbiss für die nächsten 28 Wohneinheiten. Mit Verweis auf viele noch leere Baugrundstücke im Gebiet „Killberg IV“ warb der Rathauschef: „Wir empfangen jeden Investor mit offenen Armen.“ Im Sickinger Wohngebiet „Witzenhart“, so Hahn, sei just am Donnerstag der letzte freie Bauplatz beurkundet worden. „Auf dem Killberg sind wir noch nicht so weit.“

Während sich die beteiligten Handwerker verdientermaßen am Festschmaus – Rindsgulasch mit Knöpfle – labten, führte Felix Denkinger durch das Wohnensemble und stellte weitere Details vor: Unter den 38 Mietwohnungen seien Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen von 44 bis 177 Quadratmeter. Im Erdgeschoss gibt es Familienwohnungen mit Gartenanteil, in den Obergeschossen Balkone, Terrassen und Dachterrassen. Die Tiefgarage ist 120 Meter lang und bietet 58 Stellplätze für Autos und großzügige Fahrradflächen.