Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Baiersbronn Automobilkrise bricht Züfle Genick

Von
Abgehängter Auflieger: Der Geschäftsbetrieb in der Tonbachstraße ruht bereits. Foto: Rath

Baiersbronn - Aus für ein Baiersbronner Traditionsunternehmen: Die Albert Züfle Logistik GmbH hat den Betrieb eingestellt. Die rund 30 Beschäftigten haben ihre Arbeitsplätze verloren.

Das erklärte der Anwalt Thorsten Schleich aus Villingen-Schwenningen, den das Amtsgericht Rottweil zum Insolvenzverwalter bestellt hat, auf Nachfrage unserer Zeitung. Demzufolge ist die Baiersbronner Spedition Opfer des Konjunkturrückgangs in der Automobilindustrie. Weggebrochene Aufträge seien nicht aufzufangen gewesen.

Unternehmen steckt seit Sommer in der Krise

Die Firma steckte spätestens im Sommer in der Krise. Ende August war das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden. Drei Monate lang konnten über das Insolvenzgeld die Löhne und Gehälter weiterbezahlt werden. Diese Frist ist nun vorbei. Schleich hatte versucht, den Betrieb zu verkaufen. Drei andere Speditionen hätten zwar Interesse angemeldet, den Betrieb zu übernehmen. Allerdings hätten sie einen Rückzieher gemacht. Auch ihnen sei die aktuelle Lage zu unsicher gewesen. Jetzt hat der Insolvenzverwalter der Belegschaft gekündigt und den Geschäftsbetrieb eingestellt. Ein Teil der Belegschaft von einst rund 40 Mitarbeitern hatte das Unternehmen zu dem Zeitpunkt bereits verlassen.

Das Amtsgericht Rottweil fordert Gläubiger in einer amtlichen Bekanntmachung dazu auf, ihre Forderungen bis zum 23. Dezember bei Thorsten Schleich einzureichen. Viel Masse zu verteilen gibt es offenbar nicht. Firmengelände und Büroflächen in der Tonbachstraße waren nach Angaben der Geschäftsführung im März gepachtet, der Großteil der Flotte mit rund 30 Lastern fremdfinanziert oder geleast.

Für Außenstehende kam die Zahlungsunfähigkeit dennoch überraschend. Erst zum Ende vorigen Jahres war das Unternehmen von Detlef Duwe übernommen worden. Er ist seit mehr als 30 Jahren in der Speditionsbranche tätig.

Firmengeschichte reicht fast 70 Jahre zurück

Als Inhaber und Geschäftsführer hatte er die Baiersbronner Spedition, die vor fast 70 Jahren gegründet worden war, übernommen und sie unter dem angestammten Namen weitergeführt. Seine bisherige Firma Filo GmbH in Rheinau mit sechs Mitarbeitern und deren Lastwagen waren in die Firma Züfle integriert worden.

Duwe erklärte im März, große Ziele zu verfolgen: Der Jahresumsatz sollte von 3,3 auf vier bis 4,5 Millionen Euro gesteigert, rund 2,5 Millionen Euro sollten in den Fuhrpark investiert werden. Dann kam der Einbruch in der Automobilbranche. Zu ihren Kunden zählte die Spedition Industriebetriebe sowie Zulieferer. Einen Großteil der Fuhren machten nach Firmenangaben der Transport von Maschinen und Anlagen aus.

Artikel bewerten
44
loading

Top 5

1

Kommentar

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.