Auf der B27 zwischen Schömberg und Neukirch kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen – zuletzt am Sonntagabend, bei dem eine Frau starb. Foto: JaNö-Media/Jannik Nölke

Auf der B27 zwischen Schömberg (Zollernalbkreis) und Neukirch (Kreis Rottweil) kommt es immer wieder zu Unfällen. So häufig krachte es in den vergangenen Jahren.

Ein Todesopfer und drei Verletzte sind die traurige Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls, der sich am Sonntagabend zwischen Schömberg und Neukirch ereignet hat.

 

Der Streckenabschnitt der B27, der vom Zollernalbkreis in den Nachbarlandkreis Rottweil führt, war in den vergangenen Jahren öfter Schauplatz schwerer Unfälle.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen gibt Einblick in die Unfallstatistik. Er betont jedoch, dass manche Unfälle zwar in die Unfallstatistik fallen, aber nur bedingt für die Auswertung von sogenannten Unfallhäufungsstellen herangezogen werden – jene etwa, denen geringfügige Ordnungswidrigkeiten zugrundeliegen, die überall passieren können, bei denen es keine verletzten Menschen gibt oder die mit dem Unfallort in der Regel nichts zu tun haben.

Immer wieder kracht es auf der B27

Im Juni vergangenen Jahres beispielsweise wich auf diesem Teil der B27 eine Autofahrerin einem Reh aus und kam dabei von der Fahrbahn ab. Dabei wurde sie leicht verletzt, am Fahrzeug entstand Schaden in Höhe von 10 000 Euro.

Im Januar 2024 krachte es abermals, allerdings im Kreuzungsbereich: Eine 34-jährige Autofahrerin übersah beim Abbiegen ein entgegenkommendes Auto. Eine Kollision konnte nicht verhindert werden. Die Unfallverursacherin blieb unverletzt, der Unfallgegner zog sich leichte Verletzungen zu. Umso beträchtlicher war der Sachschaden, den die Polizei auf rund 85 000 Euro schätzt.

Im Jahr 2023 krachte es auf der B27 zwischen Schömberg und Neukirch gleich zwei Mal, jedoch ohne dass Menschen zu Schaden kamen. Dabei wurden Leitplanken und Leitpfosten beschädigt, in einem Fall entfernte sich der Verursacher unerlaubt vom Unfallort.

Nicht unfallauffällig

Ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge ereignete sich vor knapp drei Jahren am 3. März 2022. Ein 64-jähriger Autofahrer ist in einer langgezogenen Rechtskurve nach dem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Lastwagen gestorben.

Trotzdem gilt der besagte Streckenabschnitt bei der Polizei als nicht unfallauffällig.

Wie uns die Polizei bereits zuletzt mitteilte, wird für eine Unfallhäufungsstelle generell Folgendes betrachtet: „Zur entsprechenden Beurteilung werden außerorts alle Typen von Verkehrsunfällen mit Personenschaden der vergangenen drei Jahre mit einem Faktor multipliziert und die einzelnen Ergebnisse addiert. Überschreitet dieses Ergebnis dann einen bestimmten Wert, spricht man von einer Unfallhäufungsstelle.“