Nicht alltägliche Cars reihen sich wie an einer Perlenschnur auf. VW-Society Salzstetten lockt zahlreiche Fans der Szene an.
Chrom und Lack blitzen in der Sonne: Auch viele Oldtimer aller Marken fuhren auf das Festgelände im Industriegebiet und bereicherten die Parade von besonderen Fahrzeugen von Volkswagen und Audi beim 14. Internationalen Treffen dieser beiden deutschen Automarken.
Der VW Society Salzstetten ist wieder mal ein großer Wurf gelungen. Cheforganisator Christoph Sadzik vom Motor- und Radsportverein (MRSV) Waldachtal bilanzierte stolz: „Wir hatten 350 Autos und über 1000 Besucher.“ Dank der Unterstützung durch Vereine konnten wir wieder einen großen Erfolg verzeichnen. Der Veranstalter hatte Glück mit sonnigem Wetter: „Unser Event steht und fällt mit dem Wetter.“ Mit über zwölf schmucken Cars stellten die VW Freaks Karlsruhe wieder einmal den größten Club.
Pontiac Trans AM Firebird V8 ist ein Hingucker
Einen wahren Hingucker präsentierte Simon Grau aus Salzstetten mit der US-Ikone mit einem Höllensound: Ein dezent goldfarbiger Pontiac Trans AM Firebird V 8 mit 6,6 Liter in Vollausstattung, Baujahr 1979. Der sportliche Muskelprotz ist durch den Burt Reynolds Film „Smokey and the Bandit“ berühmt geworden. „Mit seiner 230 PS-Power war dieser Pontiac im Jahr 1979 das schnellste Serienfahrzeug, schneller als Porsche“, erzählt Simon Grau mit funkelnden Augen. Tobias Theibach Performance aus Oberiflingen, scharte über 50 Fans von G 60-Lader um sich. Der Karlsruher Stammgast
Thorsten Kühle präsentierte mit seinem 16 V G 60 und 300 PS leistenden VW Caddy 1, Baujahr 1988, einen besonderen Boliden. Sein erstes Auto, einen tomatenroten VW Jetta MK 2, Baujahr 1990. hatte der einheimische Lasse Prokupek, der zusammen mit seinem Bruder Nils vorfuhr, mit Deutschland EM-Flaggen aufgepeppt.
Der neunjährige Constantin setzte sich mit seinem Elektro-Mini-Motorrad vor einem blauen Street Liner mit Recaro-Sitzen und spektakulären Flügeltüren in Szene. „Alte Technik ist spannend.“, meinte Tim Widmaier (28) aus Glatten, der zusammen mit Freunden beim Treffen seinen VW Caddy 14 D, Baujahr 1989, vorstellte. „Beim Vorbesitzer lief das Vehikel 30 Jahre im Garten- und Landschaftsbau.“ Widmaier setzt auf so wenig Elektronik wie möglich. „Da kann man dann alles selber machen.“ Unter diesem Gesichtspunkt restauriert er in Glatten noch weitere Autos wie einen Trabi in Standard himmelblau, einen Golf 2, einen Polo 86 c, einen Opel Kadett C und einen sehr seltenen Opel Rekord C Caravan Kombi, Baujahr 1969.
Dominik Grüter aus Dornstetten, machte seine Aufwartung mit einem VW Bus T 3 Mulitvan, Baujahr 1990, und seine Frau Ina mit einem T 3 Doppelkabiner „Doka“. Einblicke in seinen Original Bundeswehr Funk-Bus T 3, Baujahr 1985, gewährte „Basti“.
Oldtimertreffen für 19. bis 21. Juli angekündigt
Die 15 Aktiven der Black Wood Bullis Dornstetten, die schon über die Westalpen gefahren sind, veranstalten vom 19. bis 21. Juli, ein Bus- und Oldtimer-Treffen. Als jüngste Dornstetter Fans waren beim Meeting in Salzstetten die erst sechs Wochen alte Amanda und der zweijährige Raphael sowie der fast zweijährige Salzstetter Auto-Fan Aaron mit von der Partie.
Der Salzstetter Mathias Rottenburger von „Zuberle Design Germany“ machte in seinem umgebauten VW Bus auf effektvolle Patina-Lackierungen aufmerksam. Ihren lindgrünen Landrover Serie 3, Baujahr 1972, holten die Andreas und Jessica Van-Ostaeyen aus Portugal, der dort in der Feuerwehr-Abteilung des Militärs im Einsatz war. Dem Ehepaar aus Glatten macht es Spaß, an Oldtimer-Rallyes teilzunehmen.
Stimmen zum Autotreffen
Ortsvorsteher Friedrich Hassel
ist voll des Lobes: „Mittlerweile ist das Event des MRSV zu einem Publikums- und Besuchermagnet geworden.“ Erfreulicherweise, werde hier Vieles geboten: Fahrzeuge aller Couleur mit Schwerpunkt VW, eine Verlosung mit vielen attraktiven Preisen, leckere Speisen und Getränke. „Mein Favorit ist die VW-Currywurst“, meinte Hassel. „Dank unserer Vereine wurde der MRSV bestens unterstützt.“ Fazit: „Ein rundum gelungenes Fest dank des MRSV um Christoph Sadzik und des ganzen Teams!“
MRSV-Chef Hans Schmelzle
(71), seit nahezu 40 Jahren Vorsitzender, zeigte sich rundum glücklich: „Das war eine Mega-Veranstaltung. Vom Wettergott wurden wir positiv überrascht. Der Besuch war mehr als gut. Alle Helferinnen und Helfer haben an einem Strang gezogen.“
Bei der Übergabe
eines vom Heilbronner Hobby-Künstler Uwe Astner gestalteten Sonderpokals zum Show-Star-Auto, einen veredelten VW Passat 35 i Variant, würdigte Chef Christoph Sadzik den früheren Salzstetter Seriensieger „Best of Best“ Stefan Zoch (46) aus Hemsbach/Heidelberg mit den Worten „ein Hobby, eine Freundschaft!“