Die Schüler begegneten sich auch sportlich beim Fußballspiel. Foto: Frank Hofmaier

Schüler des Schulzentrums Efringen-Kirchen tauschten sich mit einer Gruppe aus Warschau aus.

Bereits im dritten Jahr fand ein Schüleraustausch zwischen dem Schulzentrum Efringen-Kirchen und einer Partnerschule aus Warschau statt. Der Austausch hat sich etabliert und zeigt sich als Gewinn für beide Seiten. Die Fortsetzung ist daher geplant.

 

Für 28 Schüler gab es einen Austausch mit polnischen Privatschülern

Im Englischunterricht wurden zunächst erste Kontakte über digitale Medien geknüpft. Im April besuchte dann eine polnische Gruppe das Schulzentrums, wo sich die Schüler bei gemeinsamem Unterricht und vielen Aktionen kennenlernen konnten.

Eine Woche waren nun 28 Achtklässler aus dem Markgräflerland bei der „Prywatna Szkola Podstawowa 92“ in Warschau zu Gast.

„Verpassen die Schüler da nicht zu viel vom Unterricht?“, war die besorgte Frage von Eltern. „Im Gegenteil“, meint Konrektor Frank Hofmaier, „die Schüler lernen hier sehr Vieles, und die Erfahrungen bleiben höchstwahrscheinlich über die Schulzeit hinaus in Erinnerung.“

Fahrt mit schuleigenem Bus

Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie von ihrem Hostel per schuleigenem Bus der Privatschule abgeholt wurden. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Schulleitung und die polnischen Schüler auf Deutsch – Deutsch ist dort neben Englisch obligatorische Fremdsprache – trafen sich die deutschen und polnischen Schüler gleich zu kommunikativen Übungen auf Englisch. Schnell war das Eis gebrochen. Es wurde viel gesprochen, gefragt und gelacht. Am Montag feierte die ganze Schule den „National Education Day“, an dem den Lehrern mit anerkennenden Worten und Süßigkeiten für ihre Arbeit und ihren Einsatz für die Schüler gedankt wurde.

Die polnischen Schüler zeigten den Deutschen stolz ihre Schule, und die Gruppe aus Efringen-Kirchen durfte unter anderem am Musikunterricht teilnehmen.

Kochen auf polnisch

Die Achtklässler wurden in der Schulmensa, in der ebenfalls wie in der Mensa zu Hause frisch gekocht wird, verköstigt. Dann ging es zu einem „Pierogiworkshop“ in dem polnische Rezepte selbst ausprobiert wurden.

Schüler-Kick mit Nationalhymnen

Krönender Abschluss der Schulaktionen war ein Fußballspiel zwischen Polen und Deutschland mit Einlauf, Nationalhymnen und enthusiastischen Fans. Die deutsche Auswahl kämpfte hart, unterlag jedoch knapp.

Warschau hat viel zu zeigen

Die Begegnung der Schüler stand im Mittelpunkt, aber auch das „Sightseeing“ kam nicht zu kurz. Auf dem Programm stand der Besuch der malerischen Altstadt, die faszinierende Aussicht vom „Palast der Kultur“ auf die moderne Skyline und nicht zuletzt eine Führung im Nationalstadion PGE Narodowy.

Geschichte zum Anfassen

Die Gruppe setze sich darüber hinaus auch mit der Geschichte auseinander. Neben dem Ehrenmal für die Helden des Warschauer Ghettos, bekannt für den Kniefall von Willy Brandt im Jahr 1970, besuchten die Efringer das Polin-Museum. Dies beleuchtet eindrücklich die Geschichte des Judentums.

Bleibende Erfahrungen

Die begleitenden Lehrkräfte Annika Güthner und Konrektor Frank Hofmaier sind sich einig, dass die Schüler nicht nur Englisch, ein paar Worte Polnisch, Geschichte sowie Musik und Sport gelernt haben, sondern auch bleibende, interkulturelle Erfahrungen gemacht haben, die einen Beitrag zur deutsch-polnischen Freundschaft liefern, heißt es im Bericht der Schule.

Aus diesem Grund ist es nur folgerichtig, dass die Planungen für eine Fortsetzung im kommende Schuljahr bereits im Gange sind.